Gesetzliche Kranken­versicherung Wie viel Beitrag Selbst­ständige zahlen müssen

Gesetzliche Kranken­versicherung - Wie viel Beitrag Selbst­ständige zahlen müssen
Solist. Selbst­ständige Musiker haben oft stark schwankende Einkünfte. © plainpicture / Vasily Pindyurin

Hier erfahren Selbst­ständige, wie viel Beitrag sie für die gesetzliche Kranken­versicherung zahlen müssen und was sie bei Zahlungs­problemen tun können.

Inhalt

Wie können Selbst­ständige sich gesetzlich kranken­versichern?

Selbst­ständige und Freiberufler können als freiwil­lige Mitglieder in in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sein. In jungen Jahren ist die private Krankenversicherung (PKV) zwar attraktiv, weil sie höhere Leistungen zu oft güns­tigeren Beiträgen bietet – doch wer stark schwankende oder dauer­haft geringe Einkünfte hat, ist mit der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besser dran, um die Kosten der Kranken­versicherung dauer­haft gut aufbringen zu können.

Vor allem für Gering­verdiener sinn­voll

Die Entscheidung treffen Menschen, wenn sie sich selbst­ständig machen – später ist eine Rück­kehr in die gesetzliche Kasse nicht ohne weiteres möglich. Die Stiftung Warentest bietet deshalb eine Entscheidungs­hilfe zum Thema Gesetzlich oder privat versichern?

Eine Ausnahme gibt es für Menschen, die einen künst­lerischen oder publizistischen Beruf haupt­beruflich selbst­ständig ausüben. Sie sind gesetzlich pflicht­versichert, und zwar über die Künstlersozialkasse.

Tipp: Sie wollen sich privat kranken­versichern? Passende Policen finden Sie mit unserem Vergleich Private Krankenversicherung.

Alle Einkünfte zählen für den Beitrag mit

Den Beitrag zur Kranken- und Pflege­versicherung berechnen die Krankenkassen auch für Selbst­ständige nach dem Einkommen des Versicherten. Bei freiwil­lig Versicherten ziehen die Kassen allerdings nicht nur die Einkünfte aus der selbst­ständigen Tätig­keit für die Beitrags­berechnung heran, sondern alle Arten von Einkünften, wie zum Beispiel Miet­einnahmen. Im Folgenden erklären wir, wie die Beiträge berechnet werden und welcher Höchst­beitrag gilt.

Bei Zahlungs­schwierig­keiten schnell handeln!

Haben Selbst­ständige kein Geld für die Kranken­versicherung, können die Krankenkassen ihnen zwar nicht kündigen – säumige Beitrags­zahler verlieren aber ihren Anspruch auf Leistungen. Gleich­zeitig wachsen die Beitrags­schulden immer weiter. Deshalb ist es wichtig, schnell zu handeln (Wenn es Zahlungsprobleme gibt).

Das zahlen Selbst­ständige für die Krankenkasse

Bei haupt­beruflich Selbst­ständigen berechnet die Kranken­versicherung die Beiträge anhand der aktuellen Beitrags­sätze und des beitrags­pflichtigen Einkommens.

So setzt sich der Beitrag zusammen (Werte für 2022)

  • Allgemeiner Beitrags­satz inklusive Anspruch auf Krankengeld ab dem 43. Krank­heits­tag: 14,6 Prozent
  • Selbst­ständige ohne Anspruch auf Krankengeld zahlen den ermäßigten Beitrags­satz: 14,0 Prozent
  • Zusatz­beitrags­satz: unterschiedlich je nach Kasse, durch­schnitt­licher Zusatz­beitrag 1,3 Prozent
  • Pflege­versicherung für Versicherte, die Kinder haben oder unter 23 Jahre alt sind: 3,05 Prozent
  • Pflege­versicherung für Kinder­lose ab 23 Jahren: 3,4 Prozent

Ein kinder­loser haupt­beruflich selbst­ständiger Versicherter mit Anspruch auf Krankengeld zahlt bei einer Kasse mit durch­schnitt­lichem Zusatz­beitrag also insgesamt 19,3 Prozent seiner Einkünfte für Kranken- und Pflege­versicherung – allerdings werden Einkünfte nur bis zur Beitrags­bemessungs­grenze (siehe unten) berück­sichtigt.

Beitrags­pflichtiges Einkommen

Selbst­ständige haben in der gesetzlichen Kranken­versicherung den Status freiwil­lig versichert, sie müssen deshalb auf jegliche Art von Einkommen Beiträge zahlen, das für den laufenden Lebens­unterhalt zur Verfügung steht.

Dazu gehören neben dem steuerrecht­lichen Gewinn aus der selbst­ständigen Tätig­keit auch andere Einkünfte, etwa aus Vermietung und Verpachtung, Zinsen oder Dividenden, Unter­halts­zahlungen vom getrennt lebenden oder geschiedenen Ehepartner, gesetzliche Rente, Betriebs­renten oder Direkt­versicherungen. Unter Umständen zählt sogar das Einkommen eines nicht gesetzlich versicherten Ehe- oder Lebens­part­ners mit.

So hoch ist der Höchst­beitrag für Selbst­ständige

Die Kranken­versicherung berück­sichtigt Einkünfte aber nur bis zur Beitrags­bemessungs­grenze, die aktuell bei 58 050 Euro im Jahr liegt, das entspricht 4 837,50 Euro monatlich (Werte für 2022).

Für eine Krankenkasse mit durch­schnitt­lichem Zusatz­beitrag zahlt ein kinder­loser Selbst­ständiger mit Anspruch auf Krankengeld monatlich rund 770 Euro für die Kranken­versicherung plus rund 165 Euro für die Pflege­versicherung. Zusammen liegt der Höchst­beitrag also bei rund 934 Euro im Monat (19,3 Prozent von 4 837,50 Euro).

Einkünfte mit dem Steuer­bescheid nach­weisen

Einkünfte aus selbst­ständiger Tätig­keit und Vermietung oder Verpachtung weisen Versicherte mit ihrem Einkommensteuer­bescheid nach. Bestimmte Betriebs­ausgaben wie oder Werbungs­kosten behandelt die Krankenkasse ebenso wie das Finanz­amt: Diese Kosten mindern die Einkünfte.

Tipp: Haben Sie noch keinen Einkommensteuer­bescheid, weil Sie sich gerade erst selbst­ständig gemacht haben, können Sie Ihr Einkommen aus der selbst­ständigen Tätig­keit auch schätzen.

Wer anfangs zu viel zahlt, kann Geld zurück­verlangen

Ein Vorteil für Selbst­ständige: Legt jemand keine Einkommens­nach­weise vor, zum Beispiel, weil es noch keinen Steuer­bescheid gibt, muss er erst einmal den Höchst­beitrag von 933,64 Euro (2022) für Kranken- und Pflege­versicherung berappen. Sobald er sein tatsäch­liches Einkommen bei der Kasse belegen kann, und dieses nied­riger ist, reduziert diese den Beitrag. Für bis zu zwölf Monate können die Beiträge rück­wirkend neu fest­gesetzt werden, wenn Selbst­ständige ihren Steuer­bescheid nach­reichen. Für viele kann es Geld zurück­geben.

Bei Höchst­beitrag kein Einkommens­nach­weis nötig

Selbst­ständige, deren Einkommen bei mindestens 58 050 Euro im Jahr liegt (Wert für 2022), brauchen keinen Einkommens­nach­weis bei der Kranken­versicherung einzureichen. Denn sie zahlen ohnehin den Höchst­beitrag.

Tipp: Viele weitere Informationen zu Beiträgen und Leistungen der GKV finden Sie in unserem Special Gesetzliche Krankenversicherung.

Mindest­beitrag für gering verdienende Selbst­ständige

Gesetzliche Kranken­versicherung - Wie viel Beitrag Selbst­ständige zahlen müssen
Selbst­ständige Reiseleiter. Sie verdienen oft sehr wenig. Seit 2019 gilt für sie und andere Selbst­ständige mit kleinem Einkommen ein reduzierter Mindest­beitrag zur Kranken- und Pflegekasse. © mauritius images / imageBROKER / Stefan Kiefer

Selbst­ständige mit geringen Einkünften mussten bis zum Jahr 2018 unver­hält­nismäßig hohe Krankenkassenbeiträge zahlen. Das ist nun vorbei: Für rund 200 Euro im Monat gibt es die Kranken- und Pflege­versicherung.

Früher hohe Beiträge für gering verdienende Selbst­ständige

Gering verdienende Selbst­ständige mussten zuvor mehr als 400 Euro im Monat für Kranken- und Pflege­versicherung aufbringen. Ausnahmen galten lediglich für Existenz­gründer und im Rahmen einer Härtefall­regelung. Anders als bei Angestellten im Nied­riglohn­sektor richtet sich der Beitrag bei Selbst­ständigen nicht immer nach dem Einkommen. Die Kassen setzen bei ihnen ein fiktives Mindest­einkommen an, unabhängig davon, wie wenig sie tatsäch­lich verdienen. Von diesem Betrag, der jähr­lich neu fest­gelegt wird, errechnen sich dann die Beiträge.

Entlastung durch nied­rigeren Mindest­beitrag

Jetzt gilt für Selbst­ständige ein fiktives Mindest­einkommen von 1 096,67 Euro im Monat. Selbst­ständige, deren regel­mäßige monatliche Einkünfte diesen Betrag nicht über­steigen, zahlen für Kranken- und Pflege­versicherung rund 212 Euro Beitrag im Monat. Der Beitrag verringert sich allerdings auch nicht weiter, wenn jemand zum Beispiel nur 800 Euro im Monat verdient.

Etwas güns­tiger wird es, wenn eine Kasse weniger als den durch­schnitt­lichen Zusatz­beitrags­satz von derzeit 1,3 Prozent verlangt. Sind die Einkünfte auch noch so gering: Ist jemand haupt­beruflich selbst­ständig, kommt eine beitrags­freie Familien­versicherung beim Ehepartner nicht infrage.

Tipp: Nutzen Sie unseren umfassenden und ständig aktuellen Krankenkassen-Vergleich!

Vorsorgen für krank­heits­bedingten Verdienst­ausfall

Der Mindest­beitrag von 211,66 Euro (Wert für 2022) sichert Selbst­ständigen mit geringem Einkommen den kompletten Versicherungs­schutz einschließ­lich eines Krankengelds ab dem 43. Tag der Arbeits­unfähigkeit. Auf das gesetzliche Krankengeld zu verzichten, um nur den ermäßigten statt des allgemeinen Beitrags­satzes zu zahlen, lohnt sich für Selbst­ständige mit kleinem Einkommen nicht. Die Versicherung einschließ­lich des Krankengeldes kostet sie nur 6,58 Euro im Monat mehr.

Wer schon ab dem 15., 22. oder 29. Krank­heits­tag einen Ersatz für fehlende Einkünfte braucht, kann dafür einen speziellen Wahl­tarif bei seiner Kasse abschließen.

Tipps: Krankengeld-Zusatz­angebote der Kassen für Selbst­ständige zeigt unser Vergleich Wahltarife Krankengeld. Preise und Leistungen unterscheiden sich enorm! Gesetzlich Versicherte können auch mit einer privaten Kranken­tagegeld-Police ergänzend oder alternativ zum Krankengeld der Kasse vorsorgen. Hier geht es zum Vergleich Krankentagegeld für gesetzlich Versicherte.

Wenn schon vor der Krankheit kein Verdienst mehr da war

Achtung: Wer schon vor der Erkrankung nichts verdient, hat keinen Anspruch auf Krankengeld. In einem aktuellen Fall ging ein selbst­ständiger Veranstaltungs­manager leer aus. Pandemiebe­dingt hatte er keine Einnahmen. Dann wurde er krank. Dafür hatte er einen Wahl­tarif abge­schlossen und mit Krankengeld ab dem 22. Tag der Arbeits­unfähigkeit versichert. Die Krankenkasse verweigerte die Zahlung der beantragten rund 107 Euro pro Tag für etwa zwei Wochen. Ihr Argument: Trotz Corona-Beihilfen hatte der Mann ein negatives Betriebs­ergebnis erzielt. Es liege also gar kein Arbeits­einkommen vor, nach dem ein Entgelt­ausfall berechnet werden könne (Sozialge­richt Berlin, Az. S KR 1969/20, nicht rechts­kräftig).

Wenn es Zahlungs­probleme gibt

Rund 9,6 Milliarden Euro Beitrags­schulden notierten die gesetz­lichen Krankenkassen Anfang 2021. Und zwar von den sogenannten Selbst­zahlern, also den Mitgliedern, die ihren Beitrag komplett selbst zahlen – ­ohne Unterstüt­zung eines Arbeit­gebers. Die meisten sind Selbst­ständige, so der Spitzen­ver­band der gesetzlichen Kranken­versiche­rung. Ihre finanzielle Instabilität hat sich in der Pandemie weiter verschärft.

Mindest­beitrag gesenkt

Ein Teil der Schulden sind älter und haben nichts mit der Pandemie zu tun. Weil der bis 2018 geltende Mindest­beitrag von rund 420 Euro für Kranken- und Pflege­versicherung viele Klein­unternehme­rinnen und Klein­unternehmer finanziell über­forderte, wurde er auf rund 210 Euro gesenkt (FAQ: Kein Geld für die Krankenkasse – was tun?).

Bei Zahlungs­schwierig­keiten mit der Kasse sprechen

Ob als Freiberufler, Solo-Selbst­ständige oder als kleine Firma mit einigen Angestellten: Schwankende Einkünfte gehören für fast alle zum Alltag. Manchmal bricht die Auftrags­lage sogar komplett ein. Wer dann nur geringe Rück­lagen hat, kann in Zahlungs­schwierig­keiten geraten. Was viele nicht wissen: Auch mit der gesetzlichen Kranken­versicherung können Selbst­ständige – wie mit anderen Gläubigern – über einen Zahlungs­aufschub verhandeln.

Beiträge für die GKV nicht einfach aussetzen

Selbst­ständige und Freiberufler sollten nicht einfach weniger oder nichts mehr zahlen, in der Hoff­nung, später nach­zahlen zu können. Wichtig ist, früh­zeitig Kontakt mit der Kranken­versicherung aufzunehmen und die Situation zu schildern. Gesetzliche Krankenkassen haben verschiedene Möglich­keiten, wie sie mit Beitrags­schulden umgehen können (FAQ: Kein Geld für die Krankenkasse – was tun?).

Mehr zum Thema

  • Private Kranken­versicherung Stan­dard­tarif wählen und Beitrag senken

    - Alle privaten Kranken­versicherer müssen für ihre lang­jährigen Kunden den Stan­dard­tarif anbieten. Ein Wechsel kann den Beitrag erheblich senken.

  • Sozial­versicherung 2022 Jedes Jahr neu: Beitrags­bemessungs­grenzen

    - Die Beitrags­bemessungs­grenzen für die Kranken­versicherung bleiben 2022 gleich, in der Renten­versicherung zahlen Gutverdiener im Osten mehr, im Westen weniger als 2021.

  • Private Kranken­versicherung Für wen der Basis­tarif sinn­voll ist

    - Alle Versicherer sind verpflichtet, den Basis­tarif bereit­zuhalten. Seine Leistungen sind branchen­einheitlich, und der Beitrag ist gesetzlich begrenzt.

6 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Tom_Chem am 09.07.2021 um 00:52 Uhr
Beitragsbemessungsgrenze steigt und steigt

Seit Jahren beobachte ich das jetzt schon. Ich habe mich mit 39 Jahren freiberuflich selbständig gemacht und bin mit 170 Euro Mindestbeitrag bei der KV eingestiegen. 2020 habe ich schon 195 Euro bezahlt. Das ist eine Erhöhung von 14,7 Prozent.....Eine Unverschämtheit.....eine Mindestbemessung ist ja in Ordnung, aber dass diese an den Mindestlohn gekoppelt ist, verrät niemand. Der Mindestlohn steigt und steigt und somit auch dieses fiktive Einkommen.
Mittlerweile sind wir bei 210 Euro angekommen. Jeder der unter diesen 1096,67 Euro verdient, zahlt somit immer mehr....So zieht Papa Staat auch den Armen noch mehr das Geld aus der Tasche, damit diese bald nicht mehr selbständig ihren Lebensunterhalt bestreiten können und indirekt zu einer nichtselbständigen Arbeit gezwungen werden. Für diesen Mechanismus gibt es ein Wort: Sklaverei..
Das Paradoxe an der ganzen Sache ist, das wenn man einen Job mit nur 500 Euro Brutto hat, nur etwa 90 Euro bezahlt , also die Hälfte davon nämlich nur 45.

Ramses2005 am 25.01.2019 um 19:30 Uhr
Anrechnung des Partnereinkommens,

Ich bin selbstständig, wobei mein Geschäft noch Verluste schreibt. Eigentlich müsste ich die Beitragsbemessungsgrenze 1038,33 nun bin ich verheiratet und der Hammer ist, das für meine neue Berechnung das Einkommen meines Mannes dazugerechnet wird und schon muß ich den höheren Beitrag von 417 Euro (Pflegeversicherung ist schon enthalten ;-) )
bezahlen.
Also keine Einsparung für meine Selbsständigkeit.
Das nenne ich mal Augenwischerei.
Die neuen Berechnungen gelten also für Selbständige ohne verdienende Partner !

sepplmoos am 09.01.2019 um 11:32 Uhr
Der Neid der angestellt Beschäftigten

Mit Verlaub siriustag21, so kann nur jemand sprechen, der keine Ahnung von den Zwängen eines Selbständigen hat. Während Angestllte Arbeitstage von max. 8h hben ist der bei Selbständigen in der Regel mindestens 12 h, meist aber mehr (14 -16h, zusätzlich den von Paule-Berlin genannten Zuständen). Bezahlung erfolg ausschließlich für abgegebene Leistung, nicht für Kundenakquise, Vertrieb, Marketing, Kundenservice, Wartung eigener Systeme, Steuer, Rechnungsstellung, etc. Angestellte haben dafür ihre Kolle/inn/en. Neidisch, dass ein Selbständiger sein Arbeitszimmer absetzen kann oder ein tolles Auto fährt? Das tolle Auto hat nicht jeder Selbständige, nur jene, die es sich tatsächlich erabeitet haben oder überheblich sind. Ein Selbständiger ist nicht versichert gegen Anstellungslosigkeit - keine Aufträge, kein Umsatz/Gewinn, heißt: nichts zum Leben (Whg, Auto, Nahrung), davon aber trotzdem zu allererst Krankenkasse und Steuer zahlen. Steuer bekommst du zurück, KK nicht. Erst mal selbst machen

andreas_h63 am 19.11.2018 um 18:30 Uhr
Beiträge werden nicht pauschal erhoben

Diie KV-Beiträge für Selbstständige werden nicht pauschal erhoben. Das war wohl ein Missverständnis. Natürlich zahlen auch Selbstständige ihre Beiträge in Abhängigkeit von ihrem Gewinn. In dem Beitrag geht es um die Senkung des "fiktiven Mindesteinkommens". Jeder Selbstständige, der ab Januar 1 038,33 Euro oder weniger Gewinn pro Monat hat, bezahlt seine Beiräge nach diesem fiktiven Einkommen, also auch jemand, der nur 500 Euro Gewinn hat. Bisher lag das "fiktive Mindesteinkommen" bei mehr als 2000 Euro. Man ging davon aus, dass jeder Selbstständige mindestens dieses Einkommen zur Verfügung hat. Wenn es in der Realität weniger war, hatte man Pech gehabt; die KV-Beiträge berechneten sich trotzdem nach diesem Einkommen. Viele kleine Selbstständige mussten daher einen großen Teil ihres Einkommens nur für die Krankenversicherung berappen. Die Beiträge für Selbstständige, die mehr als das "fiktive Mindesteinkommen" verdienen, berechnen sich nach wie vor nach dem tatsächlichen Gewinn.

andreas_h63 am 19.11.2018 um 18:25 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.