Tipps

  • Kassenwahl. Sie sollten Ihre Kasse in erster Linie nach dem Beitragssatz aussuchen. Wenn Sie besondere Anforderungen haben, etwa weil Sie chronisch krank sind, gehen Sie anders vor: In diesem Fall suchen Sie sich Kassen heraus, die auf dem gewünschten Gebiet sehr engagiert sind. Zum Beispiel Kassen, die Schulungen für chronisch Kranke bieten, neue Behandlungsformen erproben oder Disease-Management-Programme anbieten. Wählen Sie unter diesen dann eine mit niedrigem Beitragssatz.
  • Bonusmodelle. Wenn Ihre Kasse ein interessantes Bonusprogramm für gesundheitsbewusstes Verhalten bietet, spricht nichts dagegen, daran teilzunehmen. Für AOK-Versicherte lohnt sich das Bonusprogramm finanziell nur, wenn sie als Versicherte und ihre mitversicherten Angehörigen nicht regelmäßig auf Medikamente angewiesen sind. Bei manchen Krankenkassen sind die gesammelten Punkte nur einmalig auf das Folgejahr übertragbar.
  • Kostenerstattungsprinzip. Als gesetzlich Versicherter sollten Sie sich nicht für das Kostenerstattungsprinzip entscheiden. Sie werden dann zwar als Privatpatient behandelt, müssen dafür aber einen erheblichen Teil der Behandlungskosten selbst tragen. Haben Sie sich darauf eingelassen, können Sie das frühestens nach Ablauf eines Jahres wieder ändern.
  • Selbstbehalttarife für freiwillig Versicherte. Da die Selbstbehalttarife mit Ausnahme des AOK-Bonusmodells an das Kostenerstattungsprinzip gebunden sind, sollten Sie diese Tarife ebenfalls nicht wählen.
  • Beitragsrückerstattung für freiwillig Versicherte. Koppelt Ihre Krankenkasse die Beitragsrückerstattung an das Kostenerstattungsprinzip sollten Sie darauf verzichten. Tut sie das nicht, können Sie im Nachhinein die Rückzahlung beantragen, wenn Sie im vorhergehenden Jahr keine Krankenkassenleistungen in Anspruch genommen haben. Allerdings sollten Sie keine wichtigen Arztbesuche verschieben, um die Rückzahlung zu bekommen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1882 Nutzer finden das hilfreich.