Diese Leistungen sind bei allen Kassen gleich

Bei allen Kassen haben Sie den gleichen Anspruch auf medizinische Behandlungen. Für Mehrleistungen gibt es nur wenig Spielraum.

Das bieten alle gesetzlichen Krankenkassen

Bei allen Kassen haben Sie den gleichen Anspruch auf medizinische Behandlungen. Für Mehrleistungen gibt es nur wenig Spielraum.

Das bieten alle gesetzlichen Krankenkassen

Krankenhaus

Auswahl des
Krankenhauses

Behandlung im nächstgelegenen geeigneten Krankenhaus. Privatkliniken nur im Notfall.
Geht der Versicherte in ein teureres Krankenhaus als das nächstgelegene geeignete, muss er die Mehrkosten (höhere Pflegesätze und zusätzliche ­Transportkosten) selbst zahlen.

Unterbringung

Allgemeine Pflegeklasse, das heißt in der Regel Mehrbettzimmer.

Behandelnder
Arzt

Die jeweils Dienst habenden Krankenhausärzte (z. B. Stationsarzt).

Arzthonorare
(Krankenhaus)

Arzthonorare sind in der Vergütung enthalten, die die Kasse dem Krankenhaus für jeden Behandlungstag oder pauschal für die gesamte Behandlung zahlt.

Stationäre ­Kuren zur ­Vorsorge/Reha

Kostenübernahme für Behandlung, Unterkunft und Verpflegung in zugelassenen Einrichtungen. Maximal drei Wochen.

Hospiz

Für Sterbende zahlt die Kasse einen Zuschuss zur Betreuung in einem Hospiz, derzeit mindestens 144,90 Euro pro Tag 1.

Ambulante Leistungen

Auswahl des Arztes

Auswahl unter allen niedergelassenen Ärzten mit einer Kassenzulassung.
Keine Kostenübernahme für Heilpraktikerbehandlung.

Arzthonorare
(ambulant)

Die Kasse zahlt 100 Prozent der Kosten für zugelassene Leistungen.
Der Arzt rechnet seine Leistungen über die Kassenärztliche ­Vereinigung ab.

Hilfsmittel (z. B. Hörgeräte, Rollstühle oder Prothesen)

Die Kasse zahlt
- Hilfsmittel, die im Hilfsmittelverzeichnis enthalten sind, in einfacher Ausführung
(Festbeträge, festgelegte Preise),
- Brillengläser/Kontaktlinsen: Zuschuss nur noch für Kinder oder schwer Sehbehinderte.

Heilmittel

Heilmittel sind z. B. Krankengymnastik, Massage, Logopädie, Ergotherapie.
Die Kasse zahlt für zugelassene und vom Arzt verordnete Heilmittelbehandlungen.

Vorsorgeuntersuchungen

Ausgewählte Untersuchungen, unter anderem
- zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ­Nierenerkrankungen oder ­Diabetes ab 35 Jahren und
- zur Krebs-Früherkennung für Frauen ab 20 und für Männer ab 45 Jahren.
Bei Verdacht auf eine Krankheit zahlt die Kasse alle notwendigen Untersuchungen.

Psychotherapie

Nach vorheriger Genehmigung je nach Verfahren bis zu 300 ­Sitzungen je Behandlung durch Ärzte oder durch psychologische Psychotherapeuten.

­Arzneimittel

Kostenübernahme für zugelassene apothekenpflichtige Arzneimittel. Ausgeschlossen sind
- rezeptfreie Arzneimittel für Patienten ab 12 Jahren,
­- Bagatellarzneimittel, z. B. gegen Schnupfen, für Patienten ab 18 Jahren,
- Lifestyle-Arzneien, z. B. Potenzmittel.

Häusliche Krankenpflege

Wenn der Arzt es verordnet, zahlen die Kassen für zugelassene Leistungen der medizinischen Behandlungspflege durch Fachkräfte (z. B. Verbände wechseln). Nur, wenn ­dadurch ein Krankenhausaufenthalt vermieden wird, zahlen sie auch für Grundpflege
(z. B. Hilfe bei der Körperpflege) und hauswirtschaftliche Versorgung. 2

Ambulante Kuren zur Vorsorge/
Rehabilitation

Kostenübernahme für Behandlungen am Kurort, z. B. Arzt, Medikamente, Krankengymnastik. Vorsorge: in der Regel zwei bis drei Wochen, Reha: maximal 20 Behandlungstage. Kassen zahlen nicht für Unterkunft und Verpflegung oder die täglichen Anfahrten. 3

Zahnarzt

Zahnbehandlung

- 100 Prozent der Kosten für zugelassene Leistungen (z. B. Amalgamfüllungen),
- Zuschuss für Inlays in Höhe der Kosten für eine Amalgamfüllung.

Zahnersatz
(z. B. Kronen,
Brücken)

- 50 Prozent, bei regelmäßiger Zahnpflege und Vorsorge bis zu 65 Prozent der Kosten für zugelassene Leistungen,
- keine Kostenübernahme für Verblendung von Kronen außerhalb des Frontbereichs, für Implantate und sehr große Brücken.

Zahnarzt­honorare

Die Kasse zahlt 100 Prozent für zugelassene Leistungen.
Der Zahnarzt rechnet seine Leistungen über die Kassen­zahnärztliche Vereinigung ab.

Krankengeld (wird bei krankheitsbedingtem Verdienstausfall gezahlt)

Höhe

Krankengeld in Höhe von 70 Prozent des Brutto-, maximal jedoch 90 Prozent des Nettoeinkommens.

Beginn

Krankengeld ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit, für Selbstständige bei den meisten Kassen zu einem früheren Zeitpunkt gegen erhöhten Beitragssatz möglich. 4

    • 1 Manche Kassen zahlen deutlich mehr.
    • 2 Manche Kassen zahlen Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung auch dann, wenn keine Krankenhausbehandlung zur Debatte steht.
    • 3 Manche Kassen geben einen Zuschuss bis zu 13 Euro pro Tag.
    • 4 Frühestmöglicher Zeitpunkt.