Gesetzliche Krankenversicherung Test

Für gesetzlich Krankenversicherte ist die Wahl einer günstigen Krankenkasse meist die einzige Möglichkeit, die Gesundheitskosten zu drücken. Denn auch ein halbes Jahr nach der Gesundheitsreform haben die wenigsten Kassen ihre Beitragssätze gesenkt. Chronisch Kranke sollten allerdings ihre Kasse nicht ausschließlich nach dem günstigsten Beitragssatz wählen. Für sie können auch bestimmte Zusatzleistungen entscheidend sein. Finanztest hat 144 gesetzliche Krankenkassen verglichen und sagt, wo gesetzlich Krankenversicherte gute und günstige Angebote finden und welche Zusatzleistungen die Kassen anbieten.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Gesetzliche Krankenkassen

Auswahl nach Beitragssatz

Wer nicht auf spezielle Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung angewiesen ist, kann seine Krankenkasse nach dem günstigsten Beitragssatz auswählen. Denn im Wesentlichen bieten alle die gleiche Grundversorgung: Es ist gesetzlich geregelt, welche Medikamente, Untersuchungen und Behandlungen Kassenpatienten erhalten sowie zu welchen Ärzten und in welche Krankenhäuser sie gehen können. Unterschiede gibt es nur bei einzelnen Zusatzleistungen, die Krankenkassen über den gesetzlich festgelegten Teil hinaus anbieten dürfen.

Auswahl nach Zusatzangeboten

Diese Zusatzleistungen sind besonders für Chroniker oder Menschen mit erhöhtem Krankheitsrisiko wichtig. Sie sollten ihre Kasse nicht allein nach dem Beitrag auswählen, sondern auch auf weitere Leistungen achten - etwa auf die angebotenen Desease Management Programme (DMP). Dadurch soll die Versorgung von Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen wie Diabetes verbessert werden. Viele Krankenkassen bieten auch Schulungen, damit Patienten besser mit ihrer Krankheit leben können.

Modellvorhaben und Mehrleistungen

Oft erproben die Kassen in Modellvorhaben neue Diagnose- und Behandlungsmethoden. So bieten derzeit fast alle bundesweit Akupunktur für bestimmte Schmerzpatienten an. Nachteil: Die Angebote sind zeitlich begrenzt und nicht alle gelten bundesweit. Interessenten sollten dies im voraus mit der Kasse abklären. Zudem können Krankenkassen in ihren Satzungen auch Mehrleistungen anbieten. Diese sind für Versicherte oft nur in bestimmten Lebenslagen interessant. So etwa für Selbstständige die Zahlung von Krankengeld.

Wechsel der Kasse

Alle gesetzlich Krankenversicherten können ihre Kasse wechseln. Voraussetzung dafür: Sie müssen mindestens 18 Monate Mitglied in einer Kasse sein. Danach können sie schriftlich kündigen und die Kasse zum Ende des übernächsten Kalendermonats verlassen. Die alte Krankenkasse hat die Pflicht, zwei Wochen nach Erhalt der Kündigung eine Bestätigung zu schicken. Diese brauchen Versicherte, um die Mitgliedschaft in der neu gewählten Krankenkasse zu beantragen. Erhöht eine Kasse ihren Beitrag, können Versicherte auch kündigen, wenn sie noch keine 18 Monate Mitglied sind. Die Kündigung muss dann aber spätestens bis zum Ende des Folgemonats der Beitragserhöhung vorliegen. Versicherte können dann mit der üblichen Frist von zwei Monaten zum Monatsende wechseln.

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