Gesetzliche Kranken­versicherung Meldung

Wenn ein Blinder durch einen Blinden­führer­hund erhebliche Vorteile im Alltag hat, muss die gesetzliche Krankenkasse die Anschaffung und den Unterhalt des Tieres bezahlen. Das entschied das Landes­sozialge­richt Rhein­land-Pfalz (Az. L 5 KR 99/13).

Eine durch Krankheit erblindete Frau hatte gegen ihre Kasse geklagt. Diese argumentierte, die von ihr finanzierten Hilfen – ein Bild­schirmlesegerät, ein Blinden­lang­stock und ein Mobilitäts­training – seien ausreichend. Der Hund diene weniger dem Ausgleich der Blindheit als der Vorbeugung gegen eine Depression.

Die Richter sahen das anders und gaben der Klägerin recht. Der Hund verschaffe der Blinden erhebliche Vorteile im Alltag, da er Gefahren und Hinder­nisse recht­zeitig erkenne und sie um diese herum­führen könne – auch auf Wegen, die ihr fremd seien.

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