Gesetzliche Krankenversicherung Meldung

Eine gesetzliche Krankenkasse muss einem Mann keine Perücke bezahlen. Das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz wies einen Mann ab, der seit seiner Kindheit an völligem Haarverlust leidet (Az. L 5 KR 151/06).

Die Richter ließen sich nicht von einem ärztlichen Attest erweichen, das dem Mann bescheinigte, er könne psychisch erkranken, falls sein Antrag auf Kostenerstattung für die Perücke abgelehnt wird.

Haarverlust sei aus biologischen Gründen bei Männern häufiger als bei Frauen. Kahlköpfigkeit bei Männern gelte in der Gesellschaft „nicht als besonders auffälliger Zustand“. Deshalb haben nur Frauen, Kinder und Jugendliche einen Anspruch auf eine Perücke von der Kasse, wenn sie krankheitsbedingt kahlköpfig sind.

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