Schritt für Schritt gelangen Sie zu Ihrem Recht

Wenn die Krankenkasse ablehnt: Anrufen, Bundesversicherungsamt informieren, dem Bescheid widersprechen, als Letztes klagen.

Krankenkasse. Wenn die Kasse Ihre Kosten nicht übernimmt, rufen Sie dort an und fragen Sie nach der Begründung. Hilft Ihnen die Auskunft nicht, lassen Sie sich die Ablehnung schriftlich geben. Sie brauchen einen rechtsmittelfähigen Bescheid, um widersprechen zu können.

Belege. Heben Sie sich alle Quittungen auf, wenn Sie zum Beispiel ein Medikament oder die Haushaltshilfe vorerst selbst bezahlen, weil die Kasse sich weigert. Wenn Sie später doch noch Erfolg haben, muss die Krankenkasse alle Auslagen erstatten. Dazu gehören auch Kosten, die durch den Streit entstanden sind, wie etwa Anwaltsgebühren für eine Klage oder Fahrtkosten.

Bundesversicherungsamt. Sie können das Bundesversicherungsamt über Ihren Fall informieren (Telefon 02 28/61 90). Diese Behörde hat die Oberaufsicht über die meisten Krankenkassen und kann von der Kasse eine Stellungnahme verlangen.

Widerspruch. Geht es nicht voran, schicken Sie innerhalb von vier Wochen nach Eingang des Kassenbescheids einen Widerspruch an Ihre Kasse. Begründen Sie Ihre Position ausführlich. So können sich die Mitglieder der Widerspruchsausschüsse ein genaues Bild machen. In vielen Fällen schaltet die Kasse einen unabhängigen Gutachter ein. Sie erhalten einen Widerspruchsbescheid Ihrer Kasse.

Klage. Wird Ihr Widerspruch abgelehnt, können Sie innerhalb eines Monats Klage beim Sozialgericht einlegen. Das ist schriftlich oder mündlich möglich, ein Anwalt ist nicht erforderlich. Gerichtskosten fallen für Sie keine an, auch Gutachten sind kostenlos und die Anwaltsgebühren begrenzt.

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