Gesetzliche Kranken­versicherung Meldung

Gesetzlich kranken­versicherte Blinde müssen viel selbst bezahlen, wenn sie einen Blindenführ­hund aus einer Hundeschule wählen, mit der ihre Kasse keinen Versorgungs­vertrag hat. Das Hessische Landes­sozialge­richt verurteilte einen blinden DAK-Versicherten, rund 6 650 Euro selbst zu über­nehmen (Az. L 8 KR 308/10).

Der Mann hatte seinen ersten Blindenhund von einer Hundeschule am Bodensee erhalten, die Krankenkasse trug damals die gesamten Kosten. Als dieses Tier 2008 einge­schläfert werden musste, beantragte er einen neuen Hund von derselben Schule. Die DAK über­nahm dieses Mal aber nicht die vollen Kosten von rund 23 750 Euro, sondern nur 17 100 Euro. So viel koste ein Blindenführ­hund bei den Hundeschulen, mit denen die Kasse einen Versorgungs­vertrag hatte. Dies sei nicht zu bean­standen, so das Gericht. Der Versicherte habe kein Recht auf „unbe­schränkte Auswahl eines Hilfs­mittel­anbieters“.

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