Eine gesetzliche Krankenkasse muss ein hochwertiges Hörgerät für 2100 Euro voll bezahlen, obwohl die Kosten über dem gesetzlichen Festbetrag für Hörgeräte liegen. Das hat das Sozialgericht Detmold entschieden (Az. S 5 KR 97/08). Der Grund: Der Schwerhörige kann nur mit diesem deutlich teureren Hörgerät einen optimalen Ausgleich seiner extremen Hörschwäche erreichen.

Geklagt hatte ein 46-jähriger gesetzlich Versicherter, dessen Schwerhörigkeit auf dem linken Ohr an Taubheit grenzt. Auf dem rechten Ohr ist er seit seiner Kindheit taub. Seine Krankenkasse hatte sich geweigert, die Kosten für das teure Hörgerät vollständig zu erstatten. Nun muss sie den vollen Betrag bezahlen.

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