Neu für Versicherte

Einige Neuerungen in der Krankenversicherung sind bereits klar.

Versicherungspflichtgrenze: Erst wer mehr verdient als 3 825 Euro brutto im Monat (vorher 3 375), kann sich privat versichern. Wer am 1. Januar schon privat versichert war, kann, muss aber nicht zurück in die gesetzliche Kasse.

Beitragsbemessungsgrenze: Versicherte müssen für Bruttoeinkommen bis zu 3 450 Euro im Monat (vorher 3 375) Beiträge zahlen.

Disease-Management-Programme: An Brustkrebs erkrankte Frauen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 (Altersdiabetes) können bald bei fast allen Kassen an speziellen Beratungs- und Behandlungsprogrammen teilnehmen. Bisher haben Kassen und Kassenärztliche Vereinigungen erst zwei dieser Disease-Management-Programme begonnen, weitere sollen demnächst folgen.

Krebsvorsorge: Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden alle zwei Jahre zu einer Mammographie-Reihenuntersuchung eingeladen, um Brustkrebs früher zu erkennen. Zur Früherkennung von Darmkrebs haben Patienten im Alter von 50 bis 55 Jahren Anspruch auf jährliche Schnelltests, um nicht sichtbares Blut im Stuhl zu finden. Ab dem 56. Lebensjahr zahlt die Kasse alle zwei Jahre einen Schnelltest oder insgesamt zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren.

Sterbegeld: Der Kassenzuschuss zu den Bestattungskosten wurde halbiert und beträgt jetzt für Versicherte 525 Euro, für Familienmitversicherte 262,50 Euro.

Ambulante Kuren: Schon seit 1. August 2002 dürfen die Kassen für ambulante medizinische Vorsorgeleistungen bis zu 13 Euro pro Person und Tag Zuschuss zahlen (vorher 8 Euro). Für kranke Kinder dürfen sie bis zu 21 Euro (vorher 16 Euro) zahlen. Ein Antrag auf eine neue Kur kann nach drei statt bisher vier Jahren gestellt werden.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2271 Nutzer finden das hilfreich.