Mit der Gesundheitsreform 2000 endete eine soziale Härte in der gesetzlichen Krankenversicherung: Viele Ehepartner von freiwillig versicherten Rentnern zahlen jetzt weniger Beitrag.

Sobald sie eine Rente oder andere Einnahmen über 630 Mark monatlich haben, müssen sie einen eigenen Beitrag für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Bis Ende 1999 legten die Krankenkassen für die Berechnung ihres Beitrags ein fiktives Mindesteinkommen (alte Bundesländer: 1.470 Mark, neue Bundesländer: 1.236,67 Mark) zugrunde. Das galt auch, wenn ihre Einnahmen weit darunter lagen, sich beispielsweise nur auf 700 Mark im Monat beliefen. Ihr Beitrag war dadurch oft unverhältnismäßig hoch.

Seit Jahresbeginn müssen die Kassen in solchen Fällen mit den tatsächlichen Einnahmen des Kleinverdieners rechnen. Ausdrücklich ist das nur für gesetzliche Renteneinnahmen vorgesehen. Was mit Zins-, Miet- oder Pachteinnahmen geschieht, ist bislang noch offen.

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