Für die Verordnung häuslicher Krankenpflege durch Kassenärzte gibt es jetzt bundeseinheitliche Richtlinien. Die Verabreichung von Tabletten oder das Anlegen von Kompressionsstrümpfen beispielsweise sind jetzt nur noch bei hochgradiger Einschränkung der körperlichen und geistigen Fähigkei-ten verschreibbar. Blutdruckmessungen dürfen insgesamt nur noch sieben Mal auf einmal verschrieben werden, Blutzuckerbestimmungen maximal vier Wochen lang. Die Dekubitusprophylaxe, die das Wundliegen Bettlägeriger verhindern soll, wird von den Kassen überhaupt nicht mehr bezahlt. Das soll jetzt die Pflegeversicherung übernehmen. Doch deren Leistungen sind beschränkt und abhängig von der Pflegestufe.

Pflegedienste und Wohlfahrtsverbände befürchten, dass die Kassen 30 bis 50 Prozent der bisher verordneten Behandlungspflege künftig nicht mehr bezahlen werden.

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