Die gesetzlichen Krankenkassen müssen ärztlich verordnete Behandlungspflege wie Medikamentenversorgung, Blutdruckmessung oder Insulininjektionen grundsätzlich bezahlen. Darauf weist das Bundesversicherungsamt in Bonn hin. Bisher hatten die Kassen das Geld für diese Pflege oft verweigert, weil andere im Haushalt wohnende Personen das übernehmen könnten. Dabei schlossen sie zum Teil auch Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste ein, die auf Kosten der Pflegeversicherung regelmäßig die betroffenen Patienten versorgten. Auch auf berufstätige oder anderweitig familiär eingespannte Haushaltsmitglieder verwiesen die Kassen.

Das dürfen sie nach dem Rundschreiben des Bundesversicherungsamts jetzt alles nicht mehr. Verschreiben Ärzte Behandlungspflege, müssen die Kassen die Kosten übernehmen, wenn kein Haushaltsmitglied zur Verfügung steht, das die Pflege leisten könnte.

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