Tipps

  • Lockangebote. Lassen Sie sich von der Werbung einiger Billigkassen nicht zu einem Wechsel verleiten. Ab 2009 gilt ein einheitlicher Beitragssatz für alle Kassen. Sie sparen also maximal vier Monate lang Beiträge, sind aber 18 Monate an die Kasse gebunden. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn Sie an eine Kasse mit wenig Leistungen oder schlechtem Service geraten.
  • Wunschzettel. Welche Angebote Ihrer Kasse kennen Sie, welche nutzen Sie, welche wünschen Sie sich? Klären Sie für sich, was für ein Kundentyp Sie sind und an welchen Punkten Sie optimieren können. Ein Kassenwechsel ist dazu oft nicht nötig. Nutzen Sie Extras und Wahltarife Ihrer Kasse.
  • Verhandeln. Viele Kassen informieren ihre Kunden nicht über alles, was sie bieten. Manchmal haben die Mitarbeiter auch selbst nicht den Überblick. In der vollständigen Testfassung sehen Sie, welche Möglichkeiten Ihre Kasse im Vergleich zu anderen bietet. Nutzen Sie auch weitere Informationsquellen: Haben Sie zum Beispiel erfahren, dass manche Kassen Rückentraining im Sportstudio oder bestimmte Untersuchungen bezuschussen, sprechen Sie Ihre Kasse darauf an. Vielleicht findet sich bei gezielter Nachfrage ein Weg, dass Sie gewünschte Extras bekommen.
  • Service. Wenn Sie sich lieber in der Geschäftsstelle als am Telefon beraten lassen, sollten Sie eine Kasse mit einer Anlaufstelle in Ihrer Umgebung suchen. Oft hat die AOK die meisten Niederlassungen.
  • Kostenerstattung. Wenn Sie den Tarif „Kostenerstattung für ärztliche Behandlung“ wählen, bezahlen Sie die ambulante ärztliche Behandlung zunächst aus eigener Tasche. Ihre Mehrkosten für die Abrechnung nach der privatärztlichen Gebührenordnung deckt der Wahltarif zu 90 Prozent ab. Aber eine bessere ärztliche Behandlung als sonst erhalten Sie nicht und der Sparzwang bei Medikamenten besteht weiter. Vielleicht bekommen Sie schneller einen Termin beim Arzt, ähnlich wie Privatpatienten. Insgesamt lohnt sich dieser Zusatztarif nicht.

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