Verliert ein Mann seine Haare natürlicher­weise, ist das weder eine Krankheit noch eine Behin­derung. Deshalb muss seine gesetzliche Krankenkasse ihm auch keine Perücke bezahlen. Das entschied das Bundes­sozialge­richt im Fall eines über 70-Jährigen. Der Versicherte hatte gegen seine Kasse geklagt und verloren. Das Gericht wies darauf hin, dass die Krankenkasse eine Perücke als Hilfs­mittel vor allem bei jungen Männern nur dann über­nehmen müsse, wenn der Haar­verlust auch Brauen, Wimpern und Bart­wuchs umfasse. Jugend­liche und junge Erwachsene könnten so Aufsehen erregen und stigmatisiert werden (Az. B 3 KR 3/14 R).

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