Gesetzliche Krankenkasse Beteiligung an Kosten für Brust­implantate

1 300 Euro muss eine 46-Jährige an ihre Krankenkasse zahlen, nachdem sie in einer Klinik alte Brust­implantate durch neue ersetzen ließ. Die Frau hatte vor sechs Jahren eine schön­heitschirurgische Brust­vergrößerung privat bezahlt. Dann kam es zu Entzündungen und Rissen an einem Silikonimplantat. Die Kasse bezahlte 6 400 Euro für die Entnahme der alten Implantate, forderte aber eine Beteiligung an den Kosten in Höhe der steuerlichen Belastungs­frei­grenze, in diesem Fall 1 300 Euro. Vor Gericht erhielt die Krankenkasse recht: Notwendige Behand­lungs­kosten zahlt die Kasse ohne Rück­sicht auf Krank­heits­ursachen. Ausnahmen sind jedoch zulässig – wie hier bei rein ästhetischen Operationen (Landes­sozialge­richt Nieder­sachsen-Bremen, Az. L 16 KR 324/18).

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