Gesetzliche Krankenkasse Meldung

Versicherte der AOK in Berlin, Hamburg und Thüringen dürfen ihren Ärzten jetzt als erste im Internet Zeugnisse ausstellen.

Teilnehmer

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) wollen ihre Arztsuche mit dem „Arzt-Navigator“ im Internet um Patientenbewertungen ergänzen. Versicherte ab 15 Jahren in Berlin, Hamburg und Thüringen erhalten in diesem Monat eine Einladung, über ihre Erfahrungen beim Arztbesuch Auskunft zu geben. Nach dem Probelauf sollen alle AOK-Versicherten sowie Versicherte anderer Kassen an dem Projekt teilnehmen können.

Fragebogen

Wer einen Arzt bewerten will, meldet sich mit seiner Versichertennummer an und erhält 30 Fragen. Bewertet wird, wie Ärzte mit Patienten umgehen, ob die Abläufe in der Praxis gut organisiert sind oder ob sich der Patient gut beraten fühlt. Die medizinische Leistung spiegelt sich in der Gesamteinschätzung wider, die Patienten abgeben können.

Kontrolle

Um verzerrte Urteile über Ärzte zu vermeiden, will die AOK Ergebnisse erst veröffentlichen, wenn ein Arzt eine Mindestanzahl an Beurteilungen hat. Patienten können keine selbstformulierten Äußerungen eintragen, um Ärzte-Mobbing zu vermeiden. Außerdem haben Ärzte das Recht, ihre Beurteilung sperren zu lassen. Dies wird den Nutzern dann mitgeteilt.

Erfinder

Die AOKs haben den Ärztecheck mit der Bertelsmann-Stiftung, dem Verbraucherzentrale Bundesverband und mehreren Selbsthilfe- und Sozialverbänden entwickelt. Erste Arzt-Zeugnisse erscheinen voraussichtlich im Herbst unter www.aok-arztnavi.de oder www.weisse-liste.de.

Tipp: Die gesetzlichen Krankenkassen beurteilen auch Pflegeheime. Mehr dazu unter Pflegeheime: Richter erlauben Pflege-Tüv.

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