Gesetzliche Einlagensicherung Meldung

Bis zu 50 000 Euro gibts jetzt bei einer Bankpleite garantiert zurück.

Jetzt sind in der Europäischen Union höhere Summen in Spareinlagen gesetzlich geschützt. Die Eigenbeteiligung entfällt.

Gesetz. Seit Juli gelten in der Europäischen Union neue Sicherungsgrenzen für Sparer. Gesetzlich garantiert sind nun bis zu 50 000 Euro ohne Eigenbeteiligung. In Deutschland war die gesetzliche Sicherung zuvor auf maximal 90 Prozent einer Einlage begrenzt und der Sparer erhielt aus diesem Topf nach einer Bankpleite maximal 20 000 Euro zurück.

Deutschland. Für die meisten Anleger und Sparer ändert sich dennoch nichts, da ihre Einlagen schon bisher über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken in Millionenhöhe garantiert sind. Kunden von Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind über deren Verbundsysteme geschützt.
Nur für private Banken, die dem Sicherungsfonds des Bankenverbandes nicht angehören, verbessert das neue Gesetz den Schutz. Das sind zum Beispiel die SWK-Bank aus Bingen am Rhein und die Nürnberger Umweltbank. Ab sofort nehmen wir sie deshalb in unseren monatlichen Zinstest auf. Wenn ihre Konditionen für Tages- oder Festgelder gut genug sind, nennen wir sie in Zukunft in unseren Top-20-Listen (Finanztest-Printausgabe).

Ausland. Auch unsere Anlageempfehlungen für niederländische, österreichische und luxemburgische Banken haben wir der neuen Mindestsicherung angepasst und erweitern sie auf Beträge bis 50 000 Euro pro Person und Bank.
Keine Empfehlung geben wir für die deutsche Niederlassung der lettischen Parex-Bank ab. Sie gehört zwar dem Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes an, hat aber seit Monaten die Rückzahlung von Einlagen auf 50 000 Euro pro Person und Monat begrenzt und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zurzeit keine Erlaubnis, neues Geld anzunehmen.

Zukunft. In einem weiteren Schritt soll die Mindestsicherung für Einlagen bis zum 31. Oktober 2010 auf dann 100 000 Euro angehoben werden.

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