Aufgaben, Rechte und Pflichten von Betreuern

Gesetzliche Betreuer regeln die Angelegenheiten für Menschen, die dazu nicht in der Lage sind. Sie müssen stets im Sinne der Betreuten handeln und werden vom Gericht über­wacht. Es ist auch möglich, Betreuungen aufzuteilen. Beispiels­weise kann die Tochter die Vermögens­sorge über­nehmen und der Sohn die Aufenthalts­bestimmung.

Gesund­heits­sorge

Der Betreuer oder die Betreuerin kümmern sich um alle gesundheitlichen Angelegenheiten des oder der Betreuten und müssen unter anderem in medizi­nische Behand­lungen und Unter­suchungen einwilligen.

Vermögens­sorge

Der Betreuer vertritt in finanziellen Belangen und beantragt etwa die Rente und Zuschüsse. Außerdem verwaltet er das Vermögen wirt­schaftlich sinn­voll. Betreuer können Betreuten auch monatliche Zahlungen zuweisen, etwa wenn die Gefahr besteht, dass laufende Kosten wie Miete sonst nicht gedeckt sind.

Aufenthalts­bestimmung

Betreute und Betreuer wählen gemein­sam einen geeigneten Aufenthalts­ort aus. Oft geht es um die Frage, ob ein Mensch noch zu Hause oder besser in einem Heim leben sollte. Der Betreuer darf dazu auch Miet­verträge abschließen oder kündigen.

Rechenschaft

Betreuer müssen dem Gericht einmal im Jahr Auskunft geben, wie es dem Betreuten geht. Dazu gehört es auch, Konto­auszüge und Über­sichten über das verwaltete Vermögen vorzulegen. Nahe Angehörige wie Kinder und Ehepartner sind von dieser Rechnungs­legung befreit.

Aufwands­entschädigung

Ehren­amtliche und Angehörige erhalten eine Aufwands­pauschale von 399 Euro pro Jahr vom Betreuungs­gericht. Sind die Aufwendungen höher, können sie diese geltend machen, müssen den höheren Aufwand dann allerdings nach­weisen.

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