Gesetzesinitiative Meldung

Um Verbraucher besser vor Falschberatung zu schützen, will das Bundesfinanzministerium im Frühjahr einen Gesetzentwurf vorlegen. Finanzberater und Finanzdienstleistungsinstitute sollen stärker kontrolliert werden und sogar ein Bußgeld zahlen, wenn sie falsch beraten.

Geschlossene Fonds

Berater, die Anteile an geschlossenen Fonds vermitteln, sollen Anleger so umfassend wie über Wertpapiere aufklären. Danach muss aus einem Protokoll hervorgehen, dass das Produkt zum Anlageziel des Kunden passt.

Bei den Fonds geht es zum Beispiel um Beteiligungen an Immobilien, Windkraft- oder Solaranlagen. Die Fonds werden geschlossen, wenn das Geld für die Investition beisammen ist. Anleger werden Mitunter­nehmer und können viele Jahre nicht kündigen.

Nach der neuen Regelung werden etwa 300 000 Vermittler von geschlossenen Fonds künftig unter die Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) fallen.

Offene Immobilienfonds

Anteile an offenen Immobilienfonds können derzeit börsentäglich gehandelt werden. Künftig müssen Anleger sie mindestens zwei Jahre halten, außerdem soll eine Kündigungsfrist zwischen 6 und 24 Monaten eingeführt werden. Die Regelung soll verhindern, dass Immobilienfonds schließen müssen, da den Fonds das Bargeld ausgeht, weil viele Anleger auf einmal ihr Geld zurückhaben wollen.

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