Tipps

Steuervorteile. Besprechen Sie Angebote geschlossener Immobilienfonds mit dem Steuerberater, wenn Sie investieren wollen. Auch gut verdienende Anleger können nicht mehr mit so hohen Steuervorteilen wie in den neunziger Jahren rechnen.

Fondsobjekte. Auch wenn es mühsam ist: Machen Sie sich selbst ein Bild von den Immobilien, die dem Fonds gehören. Leerstände oder Freiflächen in der Umgebung sollten Sie skeptisch machen. Fragen Sie bei den Gemeinden nach Leerstandsstatistiken und Mietentwicklungsprognosen.

Mieter. Ermitteln Sie, wie es der Branche geht, aus der die Mieter der Fondsimmobilien stammen. Nachfragen können Sie etwa bei den Branchenverbänden.

Wert. Der Satz „Immobilien gewinnen immer an Wert“ gilt nur in Toplagen. Sehen Sie sich prognostizierte Mietsteigerungen im Prospekt entsprechend kritisch an.

Verflechtung. Suchen Sie im Emissionsprospekt nach Hinweisen auf Verflechtungen der Beteiligten. Gehören Initiatoren, Verkäufer und gar Mieter der Objekte zusammen, gibt es kaum Gewähr, dass die Fondsplanung auf realistischen Marktpreisen beruht. Bleiben Sie kritisch, auch wenn Ihnen Testate präsentiert werden. Diese werden meist auf Grundlage der Anbieterangaben erstellt.

Klagen. Wer in einen Fonds investiert hat, sollte bei einer Krise zum Anwalt gehen und auch eine mögliche Haftung des Fondsvermittlers prüfen lassen. Viele Ansprüche gegen Berater in Fällen älterer Fonds dürften Ende 2004 verjähren. Neue gesetzliche Regelungen verkürzen hier ursprünglich lange Fristen! Viele Anleger in den Fonds der Berliner Bankgesellschaft dürften über die Landesbürgschaft zumindest vor einem Totalverlust geschützt sein.

Bankenskandal. Umfassend über den Bankenskandal informiert das Buch „Eine ehrenwerte Gesellschaft“ von Mathew ­Rose. Hintergründe und Infos finden Sie auch unter www.gruene-fraktion-berlin.de und www.berliner-bankenskandal.de.

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