Unter­nehmens­beteiligung: So funk­tionieren die Fonds

Investition. Ein geschlossener Immobilienfonds ist eine Gesell­schaft von Anlegern, die sich für viele Jahre an einem größeren Investitions­objekt beteiligen: an einem Einkaufs­zentrum, Hotel oder Büro­gebäude, einer Seniorenresidenz oder einem Studenten­wohn­heim. Die Fondsimmobilien werden mit Anlegergeld und teil­weise mit Krediten finanziert. Sobald genügend Geld zusammenge­kommen ist, wird der Fonds geschlossen. Dann werden keine neuen Anleger mehr aufgenommen.

Ausschüttungen. Der Fonds­betreiber stellt den Anlegern jähr­liche Ausschüttungen sowie eine attraktive Schluss­ausschüttung bei Auflösung des Fonds in Aussicht. Sie bekommen zunächst nach und nach ihr einge­setztes Kapital zurück und dann hoffentlich noch mehr. Die Ausschüttungen gibt es aber nur, wenn für die Immobilie lang­fristig zahlungs­kräftige Mieter gefunden werden. Die Schluss­ausschüttung hängt davon ab, ob die Immobilien zum geplanten Ende der Fonds­lauf­zeit für einen guten Preis verkauft werden.

Risiko. Ob Anleger ihr Geld zurück­bekommen und Gewinne machen, hängt vom Erfolg ihres Fonds ab. Bleibt der aus, haften sie als Mitunternehmer ihrer Gesell­schaft in Höhe ihrer Einlage für Verluste. Sie können ihr Geld komplett verlieren.

Lauf­zeit. Geschlossene Fonds laufen meist zehn Jahre oder länger. Es ist nicht sicher, dass der Fonds­betreiber die Immobilie am Ende der Vertrags­lauf­zeit bald verkauft und den Gewinn an Anleger ausschüttet. Er kann sie auch weiter vermieten.

Ausstieg. Anleger können ihre Anteile bis zum Ende der Fonds­lauf­zeit nicht kündigen. Sie können nur versuchen, ihre Anteile am Zweitmarkt (www.zweitmarkt.de) zu verkaufen. Das ist oft mit Verlusten verbunden.

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