Die Steuervorteile für geschlossene Medien-, Windkraft- und Schiffsfonds sind weitgehend abgeschafft. Ihre umfassenden Abschreibungsmöglichkeiten sollen rückwirkend zum 10. November 2005 entfallen. Bis dahin konnten Anleger Verluste aus diesen Fonds mit ihren positiven Einkünften verrechnen. Ein Versuch der alten Regierung, die Verlustzuweisungen in einem Umlageverfahren, bei dem alle Minister zustimmen mussten, zu reduzieren, scheiterte zunächst. Die neue Regierung hat dann aber am 24. November in ihrer Kabinettssitzung beschlossen, die Steuervorteile doch rückwirkend zu kippen.

Wer nach dem 10. November Anteile an geschlossenen Medien-, Windkraft- und Schiffsfonds zeichnet, kann ­Verlustzuweisungen über 10 Prozent des Eigenkapitals nicht mehr mit allen anderen positiven Einkünften verrechnen.

Das Finanzamt lässt die Verrechnung in diesem Fall nur noch mit Einkünften aus demselben Fonds zu. Die Tonnagesteuer, die Anlegern von Schiffsfonds fast steuerfreie Renditen beschert, gibt es weiterhin.

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