Riskante Geldanlagen werden immer häufiger aggressiv am Bankschalter verkauft, kritisiert der Bund anlegerorientierter Vermittler e. V. (BAV) in Hannover. Der BAV greift vor allem die Deutsche Bank an, weil sie an ihren Schaltern Anlegern geschlossene Immobilienfonds verkauft.

Solche Fonds seien nur für sehr wenige Anleger geeignet. In einem offenen Brief an die Deutsche Bank kritisiert der BAV deshalb auch deren Zeitungsannoncen. Der darin verbreitete Anlagetipp, Geld in den geschlossenen Immobilienfonds Metropolis 1 zu investieren, sei „sehr fragwürdig“.

Fonds wie der Metropolis 1 würden ein hohes Risiko bergen und könnten zum „existenzbedrohenden Abenteuer“ für Kunden werden. Der Kauf solcher riskanter Beteiligungen sei bisher für die meisten Anleger schief gegangen.

Ein Sprecher der Bank wies die Kritik zurück. Es sei üblich, geschlossene Fonds am Schalter zu verkaufen. Die Deutsche Bank richte sich nach dem Bedarf des Kunden und berate „qualitativ hochwertig“.

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