Tipps

Geschirrspültabs: Das steckt drin

  • Bleichmittel wie Perkarbonate entfärben (bleichen) Farbstoffe, wie sie zum Beispiel in Tee enthalten sind. Je besser sie sind, um so eher können sie auch hartnäckigen Schmutz wie Teereste in Tassen entfernen.
  • Enzyme sind schmutzlösende Eiweißkörper. Proteasen zersetzen Eiweiß, Amylasen bauen Stärke ab.
  • Phosphate belasten unsere Gewässer, sind aber gegen Kalkbeläge wichtig. Sie halten auch den einmal vom Geschirr abgelösten Schmutz im Wasser, damit er sich nicht wieder auf anderen Teilen absetzen kann. Weniger effektiv sind Zitrate (Salz der Zitronensäure) und Polykarboxylate (Enthärter auf Erdölbasis).
  • Spülkraftverstärker, auch Niedrigtemperaturaktivatoren genannt, aktivieren die Bleichmittel, damit sie schon bei niedrigen Temperaturen wirken. Als Katalysatoren kommen etwa Manganverbindungen und TAED (Tetraacetylethylendiamin) zum Einsatz. TAED ist bekannt aus der Waschmittelwerbung (Omo).
  • Tenside lösen Fettschmutz, vermindern aber auch die Oberflächenspannung des Wassers. Das ist wichtig für das Klarspülen. Dadurch läuft das Wasser am Geschirr wie ein dünner, gleichmäßiger Film ab, ohne dass Kalkflecken zurückbleiben. Tenside begünstigen auch das Trocknen.

Geschirrspültabs: Das sollten Sie vor dem Kauf wissen

  • Hartes Wasser: ja. Multifunktionsreiniger funktionieren auch bei hartem Leitungswasser. Wenn die Geschirrspülmaschine fehlendes Salz oder fehlenden Klarspüler signalisiert, können Sie das getrost ignorieren. Am besten stellen Sie die eingebaute Enthärteranlage auf die kleinste Stufe, damit das Signal möglichst nicht erscheint.
  • Sehr hartes Wasser: nein. Bei sehr hartem Wasser über 21 Grad deutscher Härte reichen Klarspüler und Salzfunktion in den Multitabs nicht mehr aus. Sie müssen beides zusätzlich in die Maschine geben. Kostengünstiger und weniger belastend für die Umwelt ist dann die klassische Baukastenmethode mit einem guten Solotab plus Klarspüler und Spülmaschinensalz.
  • Wasserversorger fragen. Den Härtegrad Ihres Leitungswassers erfahren Sie beim kommunalen Wasserwerk. Manche Versorger bieten den Service auch im Internet an. Hier brauchen Sie nur Ihre Postleitzahl einzugeben. Entscheidend ist die Angabe über die Gesamthärte.
  • Vorräte. Große Vorräte sollten Sie nicht anlegen, auch dann nicht, wenn Sonderangebote locken. Einerseits können Bestandteile der Tabs ziemlich schnell altern und einen Teil ihrer Wirkung einbüßen. Anderseits reagieren manche Tabs sehr empfindlich auf eine feuchtheiße Umgebung, wie sie im Sommer unter der Spüle vorkommen kann.

Geschirrspültabs: Mit und ohne Folie

  • Wasserlöslich. Manche Geschirrspültabs sind in eine durchsichtige, wasserlösliche Folie eingewickelt. Diese Tabs dürfen Sie verpackt in die Dosierkammer geben. Es schadet aber auch nicht, wenn Sie die Folie zuvor ablösen.
  • Nicht wasserlöslich. Eine herkömmliche Umhüllung müssen Sie unbedingt entfernen, sonst löst sich der Tab nicht auf und das Geschirr bleibt dreckig. Beachten Sie dazu die Hinweise auf der Verpackung.

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