So haben wir getestet

Im Test: 9 Multi­geschirr­spültabs sowie 3 Multigele, eines in Kissenform. Die Produkte kauf­ten wir von Juni bis Juli 2017 ein. Die Preise ermittelten wir bei den Anbietern im Januar 2018.

Reinigen: 30 %

Im Labor schmutzten wir Geschirr, Glas und Edelstahl­bleche an mit Tee, angebrannter Milchhaut, Hack­fleisch, Eigelb, Stärke, Crème brûlée, Pasta, Lasagne und Ei-Käse-Auflauf. Das schmutzige Geschirr spülten wir bei 45 Grad in einer Spül­maschine. Nach jedem Spülgang haben zwei Fachleute alle Teile visuell abge­mustert, zum Teil vorher und nachher gewogen.

Wir prüften Reinigen in Anlehnung an die Empfehlungen des Industrie­verbandes Körper­pflege- und Wasch­mittel (IKW) zur Qualitäts­bewertung Maschinen­geschirr­spül­mittel (SÖFW-Journal, 142, 6–2016, 34ff.).

Klarspülen: 15 %

Wir spülten bei 50 Grad Celsius mit einer Wasser­härte von 21 Grad mehrere Glas­arten, Besteck, Kunststoff und Porzellan. Anschließend beur­teilten zwei Fachleute unter künst­lichem Tages­licht, ob Wasser­flecken, Beläge oder trübe Filme auf dem Geschirr zurück­geblieben waren.

Kalkbeläge verhindern (Salz­funk­tion): 15 %

Wir spülten bei 65 Grad Celsius mit einer Wasser­härte von 21 Grad verschiedene Glas­arten, Besteck, Kunststoff und Porzellan – jeweils 30 Mal. Anschließend bewerteten zwei Fachleute unter künst­lichem Tages­licht die ­Kalk­rückstände.

Trocknen: 15 %

Wir spülten mit 50 Grad Celsius bei einer Wasser­härte von 21 Grad mehrere Glas­arten, Besteck, Kunststoff und Porzellan. Nach Ende des Spül­programms blieb die Maschine 30 Minuten geschlossen. Die Trock­nungs­leistung beur­teilten wir anhand der Anzahl der Wasser­tropfen auf dem Geschirr.

Die Prüfung wurden in Anlehnung an DIN EN 50242 durch­geführt (siehe Drying performance of automatic dish detergents: 53. Sepawa Kongress 2006, Würzburg).

Materialschonung: 10 %

Bei 65 Grad Celsius spülten wir verschiedene Glasarten (Kalk­natron, Blei­kristall- und Kali­kristall­gläser), Silber-und Edelstahlbesteck, Teile mit Aufglasurdekoren sowie Kunststoff insgesamt 300 Mal. Die ersten 150 Zyklen spülten wir bei einer Wasser­härte von 0 bis 1 Grad, die restlichen bei 21 Grad. Zwei Silber­bestecke wurden jeweils nur 100 Mal gespült. Bei jedem Spülgang fügten wir ein Gemisch aus Ketchup, Bratensoße, Senf, Kartoffel­stärke, Eigelb, Milch und Margarine als Test­schmutz hinzu. Zwischen den Spülgängen öffneten wir für 30 Minuten die Gerätetür zum Abkühlen. Zwei Fachleute beur­teilten visuell, ob Schäden auf dem Geschirr­gut vorhanden waren.

Umwelt­eigenschaften: 10 %

Ein Experte ermittelte, wie viel Wasser erforderlich ist, um problematische Stoffe in den Reinigern so stark zu verdünnen, dass sie nicht mehr toxisch wirken. Je mehr Wasser nötig ist, desto größer die Gewässerbelastung. Mit Hilfe einer Modell­rechnung ermittelten wir, in welchem Maße einzelne Inhalts­stoffe in Flüssen und Seen Wasser­organis­men gefährden können. Wir berück­sich­tigten den Verpackungs­aufwand pro Spülgang.

Die Beur­teilung der ökologischen Eigenschaften wurde auf Basis der Einzel­stoff­bewertung mit Hilfe des „Expositions-Wirkungs-Modells“ durch­geführt. Ergänzend erfolgte eine vergleichende Bewertung der Gesamt­formulierung gemäß der Entscheidung der Europäischen Kommis­sion zur Vergabe des EU-Umwelt­zeichens für Maschinen­geschirr­spül­mittel (EU) 2017/1216 auf der Basis der vom Haupt­ausschuss Detergenzien über­arbeiteten DID-Liste (veröffent­licht im Internet­auftritt der Gesell­schaft Deutscher Chemiker).

Verpackung: 5 %

Fünf Experten beur­teilten, die Lesbarkeit der Schrift und ob die Anwendungs­hinweise verständlich sind. Der Füll­grad gibt an, ob die Verpackung mehr Inhalt suggeriert, als enthalten ist.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen*) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen haben wir einge­setzt: Bewerteten wir Reinigen mit befriedigend oder schlechter oder Kalkbeläge verhindern mit mangelhaft, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. War Trocknen oder Klarspülen ausreichend, konnte das Qualitäts­urteil nur eine halbe Note besser sein. Bei mangelhafter Schonung von Silber oder Edelstahl konnte Materialschonung sowie das Qualitäts­urteil nicht besser sein. War die Lesbarkeit der Schrift mangelhaft, konnte Verpackung nur eine Note besser sein.

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TestSpül­maschinentabs im Test08.03.2018
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