Nur das Beste fürs Geschirr – das hieß für Verbraucher früher oft: zu teuren Markentabs greifen. In unserem aktuellen Multitab-Test liegen güns­tige Handels­marken vorn.

Von schonend sauber bis ruiniert: Die Noten im Geschirr­spül­mittel-Test der Stiftung Warentest reichen von Gut bis Mangelhaft. Zu den 13 Geschirr­spültabs im Test zählen Multitabs von Aldi, dm, Fit, Lidl, Rewe. Zudem haben wir zwei Gelkissen von Finish und Somat untersucht. Alle Tabs enthalten Reiniger, Klarspüler, Wasser­enthärter und Zusätze − etwa zum besseren Trocken. Neun Geschirr­spül­mittel sind gut. Sie kosten 7 bis 8 Cent pro Spülgang, das teuerste dreimal so viel. Ein teurer Tab versagt.

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TestGeschirr­spül­mittel im Test02.10.2020
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Die besten Multitabs kosten 7 bis 8 Cent das Stück

Eigenmarken von Handels- und Drogeriemarkt­ketten liegen vorn im Test von Spül­maschinentabs. Die Tabs kosten 7 beziehungs­weise 8 Cent pro Stück. Ebenfalls gut, aber mit 21 Cent dreimal so teuer ist ein bekannter Markentab.

Teures Maschinenspül­mittel ruiniert Silber

Schluss­licht im aktuellen Test ist ein anderes teures Marken­produkt. Gegen hartnä­ckige Speisereste auf Geschirr und Gläsern kommt der Tab oft kaum an. Auf Edelstahl­besteck hinterlässt er nach 30 Spülgängen bunt-schil­lernde Beläge und im Dauer­test verschandelt er Gläser und ruiniert Silber. Er ist mangelhaft. Zwei weitere Multitabs bekannter Hersteller schneiden im Test nur ausreichend ab.

Das bietet der Geschirr­spül­mittel-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen für 27 Multitabs und 2 Gelkissen aus den Tests 10/2020 und 2/2020. Die Stiftung Warentest hat Reinigungs­leistung, Klarspül- und Trock­nungs­funk­tion und Umwelt­eigenschaften der Geschirr­spül­mittel untersucht – und wie gut sie Kalkbeläge verhindern sowie das Material schonen. Fünf­zehn Geschirr­spül­mittel im Test sind gut, sieben befriedigend, drei ausreichend, vier mangelhaft.

Kauf­beratung, Tipps und Hintergrund. Tabs, Pulver, Gelkissen? Solo- oder Multitab? Was wofür? Die Stiftung Warentest informiert über Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Maschinen­geschirr­spül­mittel.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf die PDF zu den Testberichten aus test 10/2020 und 2/2020. Letzterer nennt auch gute Geschirr­spülpulver.

Deutliche Schmutzreste am Geschirr

Statt Sauber­keit bekamen die Prüfer bei den drei schlechtesten Spül­maschinentabs insgesamt mehr Schmutzreste zu sehen als bei allen anderen Multitabs im Test. In den Gläsern blieben deutliche Reste angetrock­neter Milch zurück, an den Tellern klebten verkrustetes Hack­fleisch, Crème brûlée und Cerealien. Enzyme sollen solche Verschmut­zungen lösen. Sie können Stärke abbauen und Eiweiße zersetzen. In diesen Maschinen­geschirr­spül­mitteln erledigen sie ihre Aufgabe jedoch über­wiegend schlecht.

Strahlend sauberes Geschirr

Die besten Multitabs im Test demons­trieren dagegen, was eine ausgewogene Kombination an leistungs­starken Zutaten schafft: über­wiegend strahlend sauberes Geschirr, fast ohne Kalk- und Wasser­flecken. So soll es sein. Mit den Tabs zweier Discounter kommt das ­Geschirr allerdings etwas nasser aus der Maschine als mit den fünf Konkurrenten aus Handels- und Drogeriemarkt­ketten.

Gelkissen sind keine gute Alternative

Wie alle Mittel im Test enthalten auch die beiden geprüften Gelkissen Reiniger, Klarspüler, Wasser­enthärter und Zusätze, zum Beispiel zum besseren Trocknen. Mit den guten Multitabs können sie nicht konkurrieren. Ein Gelkissen reinigt zwar gut und wie auch das zweite Gelkissen im Test schonend, doch nach dem Klarspülen zeigen sich Flecken auf Gläsern, und gut getrocknet ist das Geschirr auch nicht.

17 000 Geschirr­teile begut­achtet

Um die Reinigungs­kraft der Mittel zu testen, setzten unsere Prüfer elf Schmutz­arten ein. Sie bestrichen Stapel an Tellern und Blechen mit Essens­resten wie Hack­fleisch, Nudel- oder Eierspeisen, ließen Milchhaut in Gläsern antrocknen und erzeugten immer gleiche Teer­änder in Tassen. In weiteren Prüfungen beur­teilten sie Kalkbeläge und Flecken, Schäden am Spül­gut und zählten Wasser­tropfen. Je mehr Tropfen sie registrierten, desto schwächer die Trock­nungs­leistung. In fünf Monaten Prüf­zeit zählten sie mehr als 11 000 Wasser­tropfen und begut­achteten insgesamt fast 17 000 Geschirr­teile.

Viele Mittel spülen schonend

Was die Materialschonung betrifft, haben viele Anbieter nachgebessert. Schnitt Anfang des Jahres (siehe test 2/2020) noch mehr als die Hälfte der Tabs in dieser Disziplin ausreichend oder schlechter ab, schonen etliche das Geschirr diesmal gut. Die Gelkissen sind die einzigen Mittel im Test, die Gläser nach 300 Spülgängen noch gut aussehen lassen. Am deutlichsten strapazieren die schwachen Markentabs Gläser. Nach dem Dauer­test sind die Oberflächen irreparabel mit Korrosions­linien bedeckt. Ein Tab ist zudem mit Silber­besteck über­fordert. Nach 100 Spülgängen ist es ruiniert. Die schwarze Färbung lässt sich nicht mehr wegpo­lieren.

Wie nach­haltig sind die Multitabs im Test?

Die in den letzten beiden Tests mit Mangelhaft bewerteten Tabs belasten Gewässer zum Teil weniger als die meisten anderen geprüften Mittel. Doch nach­haltig sind sie unterm Strich nicht, denn sie schädigen Geschirr. Wer gewässerschonend spülen will, sollte lieber einen etwas teureren guten und gewässerschonenden Multitab wählen – auch wenn er etwas schwächer abschneidet als seine güns­tigeren Kollegen. Was die Umwelt angeht, glänzt er.

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