So haben wir getestet

Im Test: 13 Maschinen­geschirr­spül­mittel – 4 Pulver und 9 Tabs. Soweit verfügbar, wählten wir phosphatfreie Mittel. Ein markt­bedeutender Anbieter hatte im Einkaufs­zeitraum zumindest phosphatreduzierte Mittel im Handel, ein anderer nur phosphathaltige. Um die Qualität der neuen Produkte mit den bisher üblichen vergleichen zu können, prüften wir exemplarisch einen klassischen Tab mit – er enthält mehr als 30 Prozent Phosphate.

Alle geprüften Mittel müssen Nutzer bei Bedarf mit Klarspüler ergänzen und ab zirka 6° Wasser­härte regel­mäßig Regeneriersalz in die Enthärtungs­anlage des Geschirr­spülers füllen.

Einge­kauft haben wir die Produkte von November 2015 bis März 2016. Die Preise teilten uns die Anbieter im Juni 2016 mit.

Reinigen: 55 %

Im Labor schmutzten wir Geschirr, Glas und Edelstahl­bleche an mit Tee, angebrannter Milchhaut, Hack­fleisch, Eigelb, Stärke (Reis, Kartoffeln, Mais, Weizen), Crème brûlée, Pasta, Lasagne (Pasta-Käse) und Ei-Käse-Auflauf. Wir spülten das schmutzige Geschirr bei 45 Grad in einer Geschirr­spül­maschine. Nach jedem Spülgang haben zwei Fachleute die Teile visuell abge­mustert, zum Teil vorher und nachher gewogen.

Reinigen prüften wir in Anlehnung an die Empfehlungen des Industrie­verbandes Körper­pflege- und Wasch­mittel (IKW) zur Qualitäts­bewertung der Reinigungs­leistung von Maschinen­geschirr­spül­mittel (SÖFW-Journal, 142, 6-2016, 34ff.; zuletzt über­arbeitet in 2015)

Kalkbeläge verhindern: 20 %

Bei einer Wasser­härte von 9 Grad spülten wir in einer Geschirr­spül­maschine verschiedene Glas­arten, Besteck, Kunststoff und Porzellan – jeweils 30-mal. Anschließend bewerteten zwei Fachleute unter künst­lichem Tages­licht die Kalk­rückstände.

Materialschonung: 10 %

Bei 65 Grad und einer Wasser­härte von 0 bis 1 Grad spülten wir verschiedene Glasarten (Kalk­natron, Blei­kristall-, und Kali­kristall­gläser), Silber- und Edelstahlbesteck, Teile mit Aufglasurdekoren sowie Kunststoff – 300-mal. Als Schmutz fügten wir bei jedem Spülgang ein Gemisch aus Ketchup, Bratensoße, Senf, Kartoffel­stärke, Eigelb, Milch und Margarine hinzu. Zwischen den einzelnen Spülgängen öffneten wir für 30 Minuten die Gerätetür und ließen das Geschirr­gut abkühlen. Zwei Fachleute beur­teilten visuell, ob Schäden auf dem Geschirr­gut vorhanden waren.

Umwelt­eigenschaften: 10 %

Ein Experte ermittelte, wie viel Wasser erforderlich ist, um problematische Stoffe in den Reinigern so stark zu verdünnen, dass sie nicht mehr toxisch wirken: Je mehr Wasser nötig ist, desto größer die Gewässerbelastung. Es erfolgt eine vergleichende Bewertung der Gesamt­formulierung gemäß der Europäischen Richt­linie zur Vergabe des EG-Umwelt­zeichens für Maschinen­geschirr­spül­mittel (2011/263/EU) auf der Basis der vom Haupt­ausschuss Detergenzien über­arbeiteten DID-Liste (veröffent­licht im Internet­auftritt der Gesell­schaft Deutscher Chemiker).

Zusätzlich ermittelte der Experte mithilfe einer Modell­rechnung, in welchem Maße einzelne Inhalts­stoffe in Flüssen und Seen Wasser­organismen gefährden können: Beur­teilung mit Hilfe des Expositions-Wirkungs-Modells:

Zusätzlich berück­sichtigten wir den Verpackungs­aufwand pro Spülgang.

Verpackung: 5 %

Der Füll­grad gibt an, ob die Verpackung mehr Inhalt suggeriert, als enthalten ist (Verpackungs­volumen pro Spülgang). Fünf Fachleute beur­teilten, ob die Anwendungs­hinweise verständlich sind und die Beschriftung lesbar ist.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen haben wir einge­setzt: Bewerteten wir Reinigen mit einem Ausreichend, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. Bewerteten wir Reinigen mit einem Befriedigend, konnte das test-Qualitäts­urteil nur eine halbe Note besser sein. Beur­teilten wir die Schonung von Edelstahl oder Glas als mangelhaft, konnten das Urteil Materialschonung und das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein.

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