Sie spülen gründlich, brauchen wenig Wasser und sparen Strom. Moderne Geschirrspüler sind ausgereift. Auf Kosten der Spülzeit allerdings. Im Sparprogramm summen die Maschinen bis zu drei Stunden vor sich hin. test.de zeigt die besten Geschirrspüler und gibt Tipps, wie Sie clever spülen.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Geschirrspüler

Maschine sparsamer als Mensch

Vor 30 Jahren war der Geschirrspüler noch ein Luxusgerät. Zuhause nur in ausgesuchten Küchen. 50 Liter Wasser brauchten die Maschinen damals. Der Abwasch von Hand war sparsamer und billiger. Das hat sich längst geändert. Moderne Geschirrspüler sparen Wasser und Strom. Im Sparprogramm laufen sie mit 11 bis 14 Litern Wasser und maximal 1,2 Kilowattstunden Strom. Spülgang für Spülgang liefert die Maschine etwa 140 Teile sauber ab. Wer von Hand spült, braucht dafür meist deutlich mehr Wasser und Strom.

Mensch schneller als Maschine

Nur in puncto Geschwindigkeit liegt der Handabwasch vorn. Die Maschinen summen bis zu drei Stunden vor sich hin. Selbst ungeübte Tellerwäscher sind schneller. Eine Folge der Sparsamkeit: Die Hersteller haben die Spülprogramme immer wieder verlängert. Ihr Ziel: perfekte Sauberkeit mit wenig Wasser und wenig Strom. Das Ziel haben sie erreicht. Die meisten Geschirrspüler im Test spülen gut. Mitunter sogar perfekt. Nur die Maschinen von Gorenje und Haier enttäuschen. Die Gorenje spült nur mittelmäßig, die Haier ist noch schlechter. So schlecht, dass die Tester zur Kontrolle eine Nachprüfung ansetzten. Die konnte nicht mehr stattfinden, weil das Billigmodell aus China schon ausverkauft war. Die Haier war für 209 Euro zwar traumhaft billig, aber was nützt das, wenn der Abwasch feucht und fleckig aus der Maschine kommt?

Sparprogramm spült gut

Das können die anderen Maschinen viel besser. Ob eingebrannte Milch oder verkrustetes Hackfleisch: Im Test machen die Spülmaschinen schon im Sparprogramm reinen Tisch. Mit wenig Wasser und wenig Strom. Für besonders hartnäckig verschmutzte Töpfe und Pfannen gibt es das Intensivprogramm. Das läuft sogar schneller, braucht aber etwas mehr Wasser und Strom. Für den kleinen Abwasch zwischendurch bieten die Maschinen auch Kurzprogramme.

Automatik spült schneller

Große Fortschritte haben die Hersteller bei ihren Automatikprogrammen gemacht. Die funktionieren im Test richtig gut. Sensoren in der Maschine untersuchen die Trübung des Wassers und stellen den Programmablauf optimal auf den Abwasch ein. Ergebnis: Das Geschirr kommt sauber und glänzend aus der Maschine. Im Automatikprogramm meist schneller als im Sparprogramm. Wermutstropfen: Die Automatik verbraucht wieder etwas mehr Strom.

Miele spült vorn

Testsieger ist die G 1383 SCVi von Miele. Preis: etwa 1 270 Euro. Ob Spar-, Automatik- oder Intensivprogramm: Diese Maschine ist top. Sie spült und trocknet sehr gut, bietet viele sinnvolle Programme und lässt sich einfach bedienen. Pluspunkt: Die Miele arbeitet besonders leise. Mit einem Wasserverbrauch von nur 11,2 Litern im Sparprogramm ist sie die sparsamste Maschine im Test. Minuspunkt: Die Miele braucht viel Zeit. Vor allem im Sparprogramm – da spült sie fast drei Stunden lang.

Preisvergleich ist angesagt

Viel schneller sind aber auch die anderen Geschirrspüler nicht. Im Sparprogramm brauchen sie wenigstens zweieinhalb Stunden. Etwas schneller als die Miele und rundum gut sind die getesteten Geschirrspüler von Bosch, Neff und Siemens. Wichtig bei fast allen Maschinen: ein Preisvergleich. Die Händler verkaufen die Geschirrspüler oft viel billiger, als die Anbieter empfehlen. Wer clever kauft, bekommt dasselbe Modell bis zu 1 000 Euro billiger. Alle Geschirrspülmaschinen in diesem Test sind vollintegrierbare Einbaugeräte. Sie verschwinden komplett hinter der Küchenfront. Die Bedienblende der Geräte wird erst beim Öffnen der Tür sichtbar.

Blomberg spült günstig

Gut und günstig spült die Blomberg GVN 1380. Preis: nur 773 Euro. Sie spart Wasser und Strom und bietet viele sinnvolle Programme. Eine Multitabfunktion fehlt allerdings. Nachteil der Blomberg: Die Maschine ist recht laut. Nichts für offene Wohnküchen, wenn nebenan geschlafen wird. Vorsicht auch beim Einbau: Die Blomberg hat keinen Saughebeschutz. Wird die Maschine zu hoch eingebaut, kann Wasser aus der Maschine in den Abfluss gesaugt werden. Das fehlt dann beim Spülen.

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