Geschirrspüler Test

Sie spülen sparsamer als der Mensch und wählen automatisch das richtige Programm: Moderne Geschirrspülmaschinen arbeiten besser denn je. Zehn Modelle hat die Stiftung Warentest untersucht. Acht bekommen gute Noten. Einen Wermutstropfen gibt es aber: Die Maschinen trödeln beim Spülen. Bis zu dreieinhalb Stunden dauert ein Abwasch im Sparprogramm. test.de zeigt die besten und schnellsten Geschirrspüler für Ihre Einbauküche.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Geschirrspüler

Halb so teuer wie von Hand

Geschirrspülmaschinen sparen bares Geld. Ein Spülgang in der Maschine kostet etwa 35 Cent. Wer dieselbe Menge Geschirr von Hand spült, zahlt fast das Doppelte – rund 66 Cent für Wasser, Spülmittel und Energie. Die Maschine spart pro Spülgang 31 Cent. Bei einem Kaufpreis von 900 Euro hat sich die Spülmaschine nach etwa 2 900 Spülgängen rentiert. Bei vier Spülgängen pro Woche dauert das etwa 14 Jahre. Rein rechnerisch natürlich, denn die Maschine spart nicht nur Geld, sondern auch Arbeitszeit. Wer spült schon gerne 2 900 Maschinenladungen von Hand? Geschirrspülmaschinen machen das Leben einfacher.

Automatisch gut

Faule Naturen können der Maschine heute sogar die Programmwahl überlassen. Sensoren registrieren den Verschmutzungsgrad im Spülwasser. Die Elektronik wertet die Daten aus und passt Temperatur, Programmdauer und Wassermenge entsprechend an. Das funktioniert erstaunlich gut. Ob leicht verschmutztes Kaffeegeschirr oder normal verschmutzte Essteller: Die Automatik spült alles sauber und recht sparsam obendrein. Besonders gut funktionieren die Maschinen von Blomberg, Bosch, Neff und Siemens. Bei normal verschmutztem Geschirr verbrauchen sie auch im Automatikprogramm nur wenig Wasser und Strom. Kaum mehr als im Sparprogramm.

3,5 Stunden für einen Abwasch

Eine Schwäche ist jedoch allen Maschinen gemein: Sie trödeln beim Spülen. Bis zu dreieinhalb Stunden braucht der Abwasch im Sparprogramm. Ein Tribut an die Sparsamkeit: Die Konstrukteure programmieren lange Spülphasen ein, damit das Geschirr auch mit wenig Wasser und bei niedrigen Temperaturen sauber wird. Nun spülen die Maschinen sehr ökonomisch aber auch sehr lange. Die schnellsten Modelle brauchen im Test fast zweieinhalb Stunden für ein Sparprogramm. Zu lange – zumindest, wenn Partygäste auf neue Teller warten. Intensivprogramme laufen etwas schneller, verbrauchen aber mehr Wasser und Strom. Expressprogramme sind nicht so gründlich. Am wenigsten partytauglich ist das Bauknecht-Modell. Spülzeit im Sparprogramm: drei Stunden und 35 Minuten.

Bosch, Neff und Siemens vorn

Die beste Spülmaschine im Test kommt von Bosch. Name: Bosch SGI 58M02 EU. Testurteil: gut, Note 1,8. Baugleiche Modelle gibt es von Siemens und Neff. Preis jeweils: um 870 Euro. Diese Maschinen spülen rundum gut. Selbst stark verschmutztes Geschirr wird wieder blitzblank. Sparsam sind die Testsieger obendrein. Sie brauchen im Eco-Programm nur 13 Liter Wasser und 1,13 Kilowattstunden Strom. Noch sparsamer arbeitet die Blomberg GIN 1580 XB. Sie spült im Eco-Programm mit 10 Litern Wasser und 1,09 Kilowattstunden Strom. Testurteil insgesamt: gut, Note 1,9. Kaum schlechter als die Testsieger von Bosch & Co. Preis für die Blomberg-Maschine: um 900 Euro. Vorteil: Die Maschine arbeitet besonders leise - zumindest im Vergleich mit den anderen Modellen im Test. Gute Wahl für die offene Wohnküche. Vielseitig ist das Blomberg-Modell auch: neun Spülprogramme stehen zur Wahl.

Quelle gut und günstig

Viel hilft aber nicht unbedingt viel – zeigt die Ariston LVZ 670 Duo. Mit 715 Euro die billigste Maschine im Test. Sie bietet reichlich Programme (sieben an der Zahl), spült aber nur mäßig. Stark verschmutztes Geschirr und verkrustete Töpfe werden in der Ariston nicht richtig sauber. Annehmbar ist die Reinigungsleistung nur bei normaler Verschmutzung im Sparprogramm. Dabei verbraucht die Maschine allerdings 19 Liter Wasser. Deutlich mehr als alle anderen Modelle im Test. Laut ist die Ariston obendrein. Fazit: Zu viel Gesumm für zu wenig Leistung. Wer sparen will, kauft besser die Quelle Privileg 56450. Die spült zwar nicht so gut wie die Testsieger, ist aber insgesamt noch gut. Preis: nur 750 Euro.

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