Ausgewählt, geprüft,  bewertet

Im Test: 20 Geschirrspül-Tabs, davon 2 Gleichheiten. Darunter 13 Produkte 3in1 mit Klarspüler und Salzfunktion (davon 1 Gleichheit), ein 2in1-Produkt mit Klarspüler und 6 Soloreiniger ohne Zusatzfunktion (davon 1 Gleichheit).
Einkauf der Prüfmuster im November/Dezember 2004.
Preise: Anbieterbefragung im Mai 2005.
Abwertung: Bei „mangelhafter“ Lagerstabilität konnten das Urteil für die Verpackung, Lagerung und das test-Qualitätsurteil nicht besser sein.

Reinigungswirkung

(Gewichtung siehe Tabellen).
Wir prüften in einer haushaltsüblichen Spülmaschine, angelehnt an die Methoden des Arbeitskreises „Maschinengeschirrspülmittel“ des Industrieverbands Körperpflege und Waschmittel (IKW). Gespült wurden Maßgedecke und Serviergeschirr nach DIN 50242, Teetassen sowie Bechergläser. Konstant blieben Wasserdruck, -temperatur (50-Grad-Programm) und Wasserhärte. Letztere lag bei den herkömmlichen Tabs und dem 2in1-Produkt zwischen 8º und 10º dH, bei den 3in1-Tabs bei 21º dH. Das Geschirr war angeschmutzt mit Tee, angebrannter Milch, angebranntem Hackfleisch, Eigelb, Reisstärke, Haferflocken und Tomaten/Käsesoße.Hinzu kam Belastungsschmutz. Je Reiniger (nach Herstellerangabe dosiert) führten wir fünf Spülversuchedurch. Die Geschirrteile wurden jeweils visuell abgemustert oder gewogen.

Klarspülwirkung

(Gewichtung siehe Tabellen).
Gespült wurden verschiedene Gläser, Bestecke, Kunststoffbehälter und Porzellangeschirr in handelsüblichen Spülmaschinen und in verschiedenen Programmen. Die Wasserhärte war wie bei der Prüfung der Reinigungswirkung. Als Klarspüler kam bei den herkömmlichen Tabs ein IEC-Klarspüler zum Einsatz. Zwei Fachleute begutachteten alle gespülten Teile in einer Lichtbox und zwar 30 Minuten nach Ende der jeweiligen Programme.

Verhinderung von Kalkbelägen bzw. Salzfunktion

(Gewichtung siehe Tabellen).
Wir prüften an Porzellan, Kalknatron-, Bleikristall- und Kalikristallgläsern, Edelstahlbesteck sowie Kunststofftellern. Die Wasserhärte betrug bei herkömmlichen Tabs und dem 2in1-Tab 12º dH, bei den 3in1-Tabs 21º dH. Zwei Fachleute begutachteten die Teile nach 15 und 30 Spülgängen in einer Lichtbox.

Materialschonung

(Gewichtung siehe Tabellen).
Im 65-Grad-Programm wurden Serviergeschirr, Kalknatron-, Bleikristall- und Kalikristallgläser, Edelstahlbesteck, Tafelsilber sowie Kunststoff 300 Mal gespült. Die Wasserhärte lag bei den herkömmlichen Tabs und dem 2in1-Produkt bei 0 bis 1º dH. Diese Härte wurde auch in den ersten 150 Spülgängen bei den 3in1-Tabs gefahren, die weiteren 150 bei der maximalen Wasserhärte nach Herstellerangabe. Zwischen den Spülgängen kühlten die Teile jeweils 30 Minuten bei offener Gerätetür aus. In jeden Spülgang kam 50 g Testschmutz aus Ketschup, Bratensoße, Senf, Kartoffelstärke, Eigelb, Milch und Margarine. Unter diffusem Licht musterten zwei Experten nach 50, 100, 150 und 300 Spülgängen ab. Zum Vergleich wurde das Geschirr ohne Reiniger gespült.

Umwelteigenschaften: 10 %

Beurteilt wurde die Abwasserbelastung durch eine Modellrechnung unter Berücksichtigung von Exposition und Wirkung sowie der Verpackungsaufwand (Art und Menge). Ergänzend erfolgte eine Gesamtbewertung, basierend auf dem EG-Umweltzeichen (2003/31-EG).

Verpackung, Lagerung: 5 %

Fünf Personen beurteilten die Anwendungshinweise und die Lesbarkeit der Beschriftung. Wir ermittelten den Füllgrad und unter eichrechtlichen Gesichtspunkten, ob eine Mogelpackung vorliegen könnte. Außerdem prüften wir über vier Wochen die Lagerstabilität bei 40 ºC. Bei auffälligen Produkten wurde nochmals die Reinigungsleistung untersucht.

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