Abwaschen und  dabei die Umwelt und den Geldbeutel schonen? Das geht.

Vor etwa 20 Jahren kam die Wende. Bis dahin verbrauchten Geschirrspülmaschinen noch so viel Strom, Wasser und Chemie, dass der Abwasch mit der Hand finanziell günstiger und wohl auch umweltschonender war als mit der Maschine. Heute ist das anders. Moderne Geräte brauchen durchschnittlich nur noch halb so viel Energie wie Mitte der 80er Jahre, die Wassermenge sank sogar auf ein Viertel. Trotz stetig gestiegener Wasser- und Strompreise belastet ein maschineller Spülgang das Haushaltsbudget mit nur rund 35 Cent. Die gleiche Geschirrmenge mit der Hand gespült kostet etwa 66 Cent, also fast doppelt so viel. Das haben Wissenschaftler an der Sektion Haushaltstechnik der Universität Bonn ausgerechnet.

Dennoch: Für den Einzelnen geht diese Rechnung dann nicht auf, wenn er wichtige Punkte beim Geschirrspülen nicht beachtet. Wer eine Ladung feiner Gläser mit dem heißen, intensiven Topfprogramm spült, verschwendet Wasser und Strom und muss danach womöglich einige Gläser neu kaufen. Und wer täglich seine Teller und Tassen unter fließend heißem Wasser statt im Spülbecken abwäscht, bekommt am Ende eine höhere Jahresab­rechnung präsentiert.

Nachhaltig handeln bedeutet, heute schon an morgen denken, damit auch unsere Nachkommen noch in der Lage sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Beim Abwasch heißt das, durch geringen Wasser-, Strom- und Rohstoffverbrauch die Umwelt zu schonen und die Gesundheit zu erhalten. Wie das geht, darüber können Sie am 10. Mai auf dem bundesweiten „Aktionstag – Nachhaltiges (Ab-)Waschen“ in Ihrer Stadt mehr erfahren. Auch die Stiftung Warentest macht mit. Mehr Infos zu allen Aktionen gibts unter www.aktionstag-nachhaltiges-waschen.de.

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