Für Kinder wichtig: Kontakt zu den Eltern.

Fürchtet ein Eltern­teil, dass der andere von ihm getrennt lebende Eltern­teil das gemein­same Kind negativ beein­flusst, recht­fertigt dies nicht die Verkürzung des Ferien­umgangs. So hat das Ober­landes­gericht Düssel­dorf entschieden.

Geteiltes Sorgerecht

In dem Fall hatten sich die Eltern das Sorgerecht aufgeteilt. Ein Kind lebte bei der Mutter, eins beim Vater. Das beim Vater lebende Kind lehnte den Kontakt zur Mutter ab. Das bei der Mutter lebende Kind besuchte alle zwei Wochen am Wochen­ende den Vater und verbrachte die Hälfte der Ferien bei ihm. Die Mutter beantragte beim Familien­gericht, den Ferien­umgang einzuschränken. Sie befürchtete, dass der Kindes­vater negativ Einfluss auf das Kind nimmt. Dem Antrag der Mutter kam das Gericht nach.

Mögliche Einfluss­nahme kein hinreichender Grund

Dagegen reichte der Vater wiederum Beschwerde ein. Das Ober­landes­gericht entschied zu seinen Gunsten und setzte die alte Umgangs­regelung wieder ein. Die befürchtete Einfluss­nahme des Vaters könne die Verkürzung des Ferien­umgangs nicht recht­fertigen. Der Vater hätte auch während eines kürzeren Ferien­umgangs Gelegenheit, den Sohn gegen die Mutter in Stellung zu bringen (Az. 8 UF 53/17).

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