Geschenke aus der EU Meldung

Parfüm aus Frankreich, Wein aus Spanien, ein Rentierfell aus Finnland - der Weihnachtseinkauf kennt keine Grenzen. Zum ersten Mal brauchen Weihnachtsmänner nicht mehr Geld zu wechseln, bevor sie sich in einem der zwölf Euroländer auf die Suche nach Geschenken begeben. Was aber passiert, wenn beim Kauf was schief geht? Der EU-Kommissar für Verbraucherschutz gibt Tipps für den weihnachtlichen Einkaufsbummel im Internet.

  • Verkäufer. Finden Sie heraus, wer der Händler ist. Jeder Verkäufer muss seine Idenität offenlegen und Angaben machen, wie er per Post und E-Mail zu erreichen ist.
  • Kosten. Achten Sie auf Zusatzkosten wie Versicherungen, Versand, Verpackung und Rücksendegebühren. Der Verkaufspreis muss deutlich erkennbar sein.
  • Zahlungsweise. Erkundigen sie sich nach den Zahlungsmodalitäten. Überweisungen in ein anderes Euroland können teuer sein. Kreditkarten sind ein günstigeres Zahlungsverfahren. Vergewissern Sie sich, bevor Sie Ihre Kartennummer angeben, dass eine gesicherte Internetverbindung besteht. Tipp: Mit Hilfe des SSL-Checks können Sie feststellen, wie sicher die Datenübermittlung ist.
  • Lieferzeit. Denken Sie daran, dass die Lieferung aus anderen Ländern länger dauern kann. Fragen Sie den Verkäufer, wann er liefert, und vereinbaren Sie eine Frist.
  • Datenschutz. Bestellformulare sollten immer die Frage enthalten, ob Sie damit einverstanden sind, dass der Verkäufer Ihre Daten für andere Zwecke als die Abwicklung der Bestellung verwendet. Lesen Sie sich genau durch, was Sie tun müssen, um Ihre Zustimmung zu verweigern.
  • Unterlagen. Heben Sie alle Quittungen und anderen Unterlagen auf, die Sie beim Kauf erhalten. Drucken Sie Ihre Online-Bestellung aus.
  • Rücktritt. Wenn Sie etwas im Fernabsatz erwerben - also per Telefon, Internet oder im Versandhandel - können Sie bis zu sieben Tage nach Erhalt der Ware vom Kauf zurücktreten. Sobald Sie den Verkäufer per E-Mail oder Post in Kenntnis gesetzt haben, muss er Ihnen den Kaufpreis erstatten. Sie müssen keine Gründe angeben. Ausnahmen sind verderbliche Güter wie Lebensmittel, ausgepackte CDs, Videokassetten und Software.
  • Garantie. Nach EU-Recht haben Sie mindestens zwei Jahre Zeit, Mängel geltend zu machen, die zum Zeitpunkt des Kaufs bereits vorhanden waren. Tritt ein Mangel innerhalb der ersten sechs Monate auf, muss der Verkäufer beweisen, dass das Produkt zum Zeitpunkt des Verkaufs in ordnungsgemäßem Zustand war.
  • Probleme. Wenden Sie sich bei Problemen umgehend an den Verkäufer. Finden Sie keine Lösung, können Sie sich bei einem Europäischen Verbraucherzentrum oder beim Europäischen Netz für außergerichtliche Streitbeilegung Hilfe holen.

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