Geschenke Meldung

Womöglich zahlt der Beschenkte Sozialabgaben für den Strauß.

Die neue Pauschalsteuer, die Arbeitgeber für ihre Geschenke an Geschäftskunden und Mitarbeiter abführen können, damit diese auch größere Präsente nicht versteuern müssen, hat einen Haken: Für alle pauschal versteuerten Sachleistungen an Mitarbeiter müssen der Angestellte und der Arbeitgeber Sozialabgaben zahlen – selbst für den Blumenstrauß zum Geburtstag. Die Sozialabgabenpflicht hat das Bundesarbeitsministerium nun bestätigt.

Nur für die beschenkten Geschäftskunden ist es rundum von Vorteil, wenn der Unternehmer die 30 Prozent Pauschalsteuer abführt.

Arbeitgeber können aber auch weiterhin die bisherige Regelung ohne die Pauschalbesteuerung nutzen: Danach werden für Geschenke zu einem persönlichen Anlass erst bei einem Wert über 40 Euro Steuern und Sozialabgaben fällig, kleinere Präsente bleiben abgabenfrei. Entscheidet sich der Chef aber für die Neuregelung, ergibt sich für kleinere Präsente diese Rechnung: Schenkt der Arbeitgeber dem Mitarbeiter zum Geburtstag Wein für 36 Euro und zum Jubiläum CDs für 39 Euro, zahlt der Chef 22,50 Euro Steuern, und der Beschenkte und er müssen je rund 15 Euro (etwa 20 Prozent) Sozialversicherungsbeiträge leisten.

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