Ein rauer Umgangston im Geschäftsverkehr rechtfertigt kein Schmerzensgeld. Das hat das Amtsgericht München entschieden (Az. 133 C 10070/10). Geklagt hatte ein Kunde, der Fliesen bestellt, bezahlt und geliefert bekommen hatte. Der Händler wiederum hatte den Geldeingang übersehen und war von Betrug ausgegangen. Er drohte mit Strafanzeige und warf dem Kunden vor, die Ware erschlichen zu haben. Das sei zwar kränkend, meinte das Gericht. Doch da die harten Worte irrtümlich fielen, blieben sie folgenlos.

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