Gerlachreport Meldung

Rainer von Holst hat mithilfe seiner erwachsenen Kinder von den USA aus Tausende deutsche Anleger abge­zockt. Im August 2018 wurden Anne von Holst, Alexander von Holst und Antonia von Holst von der Staats­anwalt­schaft Augs­burg verhaftet. Anne und Alexander von Holst sitzen seither in Unter­suchungs­haft. Jetzt hat die Staats­anwalt­schaft gegen alle drei Beschuldigten Anklage erhoben.

Gemeinschaftlicher gewerbs­mäßiger Betrug in zahllosen Fällen

Insgesamt ist mindestens gegen fünf Beschuldigte Anklage erhoben worden, die im Rahmen der etwa 200 Unternehmen umfassenden Firmen­welten AG Anleger abge­zockt haben. Laut Staats­anwalt­schaft geht es in einer Anklage um gemeinschaftlichen gewerbs­mäßigen Betrug in 275 Fällen, in einer weiteren um gemeinschaftlichen gewerbs­mäßigen Betrug in über 100 Fällen. Auch sei Anklage wegen Steuer­hinterziehung sowie wegen vorsätzlicher Pflicht­verletzungen wegen Zahlungs­unfähigkeit sowie das Vorenthalten von Arbeits­entgelten erhoben worden.

Viele von-Holst-Firmen von Ermitt­lungen betroffen

Im Zusammen­hang mit dem Verdacht des Kapital­anlagebetrugs gegen die von-Holst-Kinder spielten bei den Ermitt­lungen die Firmen Enercrox Partner LLP, Enercrox Inc und die Halb­stromgesell­schaft mbH, die Firmen­welten Treu­hand GmbH, die Firmen­welten AG, die Firmen­welten Group PLC, die Wurst­welten GmbH, das Sach­wert­kontor Bayern, die Bank­häuser von Holst in Groß­britannien sowie die Summi Viri und Black Rock Advance LLP eine Rolle. Bei fast allen dieser Firmen hatte der Familien­clan, bestehend vor allem aus Rainer von Holst, Anne von Holst, Alexander von Holst und Antonia von Holst Geschäfts­führer-, Vorstands-, Direktoren- oder Secretary-Positionen inne.

Das Verfahren gegen Rainer von Holst läuft weiter

Die Ermitt­lungen gegen eine Reihe weitererer Beschuldigter, darunter auch gegen Rainer von Holst, seien noch nicht abge­schlossen, teilte Ober­staats­anwalt Matthias Nick­olai weiter mit. Wie mehrfach berichtet, ist Rainer von Holst die Spinne im Netz. Er ist aber für die deutsche Justiz nicht greif­bar, weil er sich vor einigen Jahren – als ihm der Boden für seine krummen Geschäfte in Deutsch­land zu heiß wurde – in die USA abge­setzt hat. Seine Abzo­ckerfirmen in Deutsch­land wurden danach von seinen Kindern und anderen Bekannten geführt. Die Schäden, die Anlegern zugefügt wurden, gehen in die Millionen.

Mit dem Gerlachreport wird erpresst

Mit dem Online­dienst Gerlachreport erpresst Rainer von Holst Unter­nehmens­vorstände, Politiker und Prominente. Er kassiert dafür, dass er keine negativen Berichte mehr über sie im Gerlachreport veröffent­licht. Viele Erpresste zahlen, weil sie sich anders gegen die rufschädigenden Artikel nicht wehren können. Denn der Gerlachreport nennt im Impressum keine ladungs­fähige Adresse und kann deshalb kaum auf Unterlassung verklagt werden.

Tipp: Unsere Warnliste Geldanlage verschafft Lesern und Anlegern schnell einen Über­blick über dubiose, unseriöse oder sehr riskante Geld­anlage­angebote.

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