Schuldner können einen Gerichtsvollzieher nicht am Geldeintreiben hindern, indem sie einen Befangenheitsantrag stellen. Das hat der Bundesgerichtshof im Fall einer Frau entschieden, bei der der Eintreiber rund 3 000 Euro holen wollte. Sie hatte den Vollzieher schon bei früheren Vollstreckungen kennen gelernt und meinte nun, er sei befangen. Da man gegen Richter, Rechtspfleger und Urkundsbeamte Befangenheitsanträge stellen könne, müsse das auch bei Gerichtsvollziehern gehen. Der BGH fand dafür jedoch keine Rechtsgrundlage (Az. IXa ZB 10/04).

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