Musiktauschbörsen sind der Industrie ein Dorn im Auge.

Die kanadische Musikindustrie hat vor Gericht eine Niederlage erlitten. Der „Federal Court of Canada“ entschied: Internetprovider müssen die Identität von Musiktauschbörsen-Nutzern nicht bekanntgeben. Begründung: Das Bereitstellen von Musik in Tauschbörsen wie KaZaa und das Herunterladen ist keine Verletzung des Urheberrechts. Die Richter zogen Parallelen zwischen öffentlichen Bibliotheken, in denen Kopiergeräte bereitstehen, und Computern, die Musikdateien via Internet zur Verfügung stellen. Somit kann die Musikindustrie nicht gegen einzelne Nutzer vorgehen (www.fct-cf.gc.ca/bulletins/whatsnew/T-292-04.pdf). Ein ähnliches Urteil hat das höchste niederländische Gericht erlassen (siehe dazu www.rechtspraak.nl).

In Deutschland klagen Plattenfirmen derzeit direkt gegen Nutzer von Tauschbörsen, die größere Mengen an Musiktiteln weitergegeben haben. Entscheidungen gibt es noch nicht. test wird berichten.

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