Drei Arten der geriatrischen Reha: Verschiedene Formen möglich

Stationär. Patienten bleiben mehrere Wochen in einer Rehaklinik. Sie brauchen meist noch ärzt­liche Behand­lung und umfassende Pflege, die zuhause nicht möglich ist. Selbst Schwache sollten mindestens drei Therapie­einheiten pro Tag bekommen, die Kliniken wohn­ortnah liegen. Manche Kassen bevor­zugen aber entferntere, mit denen Verträge bestehen. Wenn nötig, sollten Patienten auf ihr Wahl­recht pochen.

Ambulant. Patienten verbringen die Nächte zuhause und die Tage in einem Rehazentrum oder ambulant in einer Rehaklinik. Meist bleiben sie fünf Stunden inklusive Mittag­essen und bekommen etwa fünf Therapie­einheiten. Ein Vorteil: Geübtes lässt sich direkt zuhause ausprobieren. Ambulante Reha ist auch nach einer stationären Reha möglich. Aber es gibt nicht über­all Einrichtungen, und der Trans­port ist bei manchen Patienten zu aufwendig. Die Anfahrt sollte organisiert sein und höchs­tens 45 Minuten dauern.

Mobile Reha. Das Therapeuten­team kommt zu den Patienten nach­hause. Sie trainieren also dort, wo sie das Gelernte brauchen. Das ist gut. Aber ein Anspruch besteht nur, wenn keine andere Reha möglich ist – etwa bei Erblindung, fort­geschrittener Demenz, schweren psychiatrischen Problemen, Hang zum Weglaufen. Und: Es gibt erst zwölf Einrichtungen, etwa in Berlin, Bremen, Chemnitz, Karls­ruhe, Marburg.

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