Ein geplatzter Auto­reifen ist kein Unfall im Sinne der Kasko­versicherung – auch wenn die rotierenden Reifen­teile die Karosserie stark beschädigen. Mit diesem Argument wies das Ober­landes­gericht Hamm die Klage einer Porsche-Fahrerin ab. Sie und ihr Mann waren mit dem Schre­cken davon­gekommen, doch die Auto­reparatur kostete rund 20 000 Euro. Die Versicherung muss davon nur knapp 2 300 Euro tragen – den Teil des Schadens, der durch das Aufsetzen des Autos nach dem Platzen des Reifens entstanden ist. Ein Reifendefekt gehöre zu den nicht versicherten Betriebs­schäden, so das Gericht (Az. I-20 U 83/13). Wäre der Reifen durch äußereEinwirkung geplatzt, müsste die Kasko­versicherung den Schaden voll­ständig ersetzen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 3 Nutzer finden das hilfreich.