Geplatzte Zahlung mit ec-Karte Gebühr ohne Berechtigung

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Geplatzte Zahlung mit ec-Karte - Gebühr ohne Berechtigung

Wenn eine Kartenzahlung scheitert, wird es oft teuer. So bei Lucas Link. Sein mit ec-Karte und Unter­schrift gezahlter Einkauf verteuerte sich durch Wucher­gebühren auf fast das Doppelte. Doch der Jura­student holte sich das Geld zurück.

Aus 14 Euro werden 26,90 Euro

Lucas Link hatte für genau 14 Euro bei Kaiser's einge­kauft. Er zahlte mit ec-Karte und Unter­schrift. Was der Student nicht wusste: Der Unterhalt seiner Eltern für den Monat war – anders als am gleichen Tag in den Vormonaten – noch nicht auf seinem Konto gebucht. Die Folge: Die Bank verweigerte die Zahlung. Der von Kaiser's beauftragte Dienst­leister Intercard AG probierte es darauf­hin einige Wochen später erneut. Dieses Mal klappte der Einzug. Allerdings: Der Einkauf verteuerte sich auf 26,90 Euro. Intercard buchte zusätzlich 3,20 Euro an Bank­gebühren für die geplatzte Last­schrift und 9,70 Euro „Bearb.-Kosten“ ab.

Jura­student wehrt sich

Das geht so nicht, weiß Jura­student Lucas Link. Kaiser’s steht wegen der geplatzten Zahlung zwar Schaden­ersatz zu. Das Unternehmen darf aber nicht mehr kassieren, als tatsäch­lich in solchen Fällen an Aufwand entsteht. So steht es in den Paragrafen über allgemeine Geschäfts­bedingungen im Bürgerlichen Gesetz­buch. Lucas Link schreibt per Einschreiben mit Rück­schein an den Bezahl­dienst­leister und fordert Erstattung der 9,70 Euro Gebühr. Sonst werde er die Abbuchung des gesamten Betrags stornieren lassen. Doch das Unternehmen weigert sich.

Last­schrift-Storno

Also geht der Student zur Bank und beauftragt sie, die Last­schrift zurück­zuholen. Den Einkauf bei Kaiser's samt der 3,20 Euro Bank­gebühren wegen der geplatzten Last­schrift würde Lucas Link gern bezahlen. Das Unternehmen hat ihm bis jetzt aber kein Konto genannt, auf das er das Geld über­weisen soll.

Erfolgs­meldung

Einige Tage später spuckt der Auszugs­drucker seiner Bank die Erfolgs­meldung aus: Das Geld ist wieder auf seinem Konto. Ob Intercard auf Zahlung der 9,70 Euro Bearbeitungs­gebühr bestehen wird, weiß er nicht. test glaubt: Mangels Aussicht auf Erfolg wird Intercard nicht vor Gericht ziehen. Klar: Einkauf und Bank­gebühren muss Lucas noch zahlen, sobald das Unternehmen sich meldet und ein Konto nennt.

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