Die Banken streichen bei Abrechnung geplatzter Immobilien­kredite viele Millionen Euro zu Unrecht ein. Nach klaren Worten des Bundes­gerichts­hofs (BGH) wird die Frank­furter Hypotheken Bank AG, wie die Eurohypo heute heißt, einer Familie rund 17 000 Euro erstatten.

Die Bank hatte das Darlehen gekündigt und die Zwangs­versteigerung einge­leitet, als die Familie die Raten nicht mehr zahlen konnte. Vom Erlös strich sie neben der ausstehenden Kreditsumme Vorfälligkeits­entschädigung, Bearbeitungs­kosten und Verzugs­zinsen ein. Nach Kündigung eines Verbraucherdarlehens stehen der Bank aber nur 2,5 Prozent Zinsen über dem Basis­satz zu, erklärte BGH-Richter Ulrich Wiechers in der mündlichen Verhand­lung. Die Bank lenkte ein, um eine Urteils­begründung zu verhindern (Az. XI ZR 512/11).

Rechts­anwälte der Kanzlei Strube Fandel in Düssel­dorf haben den Fall zum BGH gebracht. Sie gehen davon aus, das Tausende betroffen sind. Kunden können von Anwälten prüfen lassen, wie viel die Bank zu erstatten hat. Höchs­tens 250 Euro kostet eine Erst­beratung. Mehr dazu: www.test.de/kreditabrechnung

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