Geplante Obsoleszenz

Reparaturtrends: Machen Sie es selbst

27

Der Staubsauger röchelt, der Drucker streikt, das Handy lädt nicht mehr. Die Reparatur ist so teuer wie ein Neukauf. Also ab auf den Müll? Das muss nicht sein. Reparieren Sie doch einfach selbst.

Inhalt
  • Reparatur­treffs. In immer mehr Städten entstehen Selbst­hilfe-Werk­stätten, sogenannte Repair Cafés. Die Idee stammt aus den Nieder­landen. Ziel ist es, sowohl Ressourcen als auch den Geldbeutel zu schonen. Zu den Treffen kommen Hobby­hand­werker zusammen, um kaputte Elektronik, Möbel und Kleidung zu reparieren. Unterstützt werden sie von ehren­amtlichen Profis. Repair Cafés sind kostenlos. Eine Über­sicht, wann und wo sie statt­finden, gibt es hier: www.repaircafe.de.
  • Hilfe aus dem Netz. Detaillierte Reparatur­anleitungen für eine Fülle von Geräten vom Smartphone bis zur Spiel­konsole erhalten Nutzer auf www.ifixit.com. Die Macher von iFixit (eng­lisch für: ich reparier’s) zeigen, wie selbst Laien eine kaputte Grafikkarte ausbauen, den fest verbauten Akku wechseln oder den Drucker warten können. Die Seite ist kostenlos, allerdings gibt es sie nur auf Eng­lisch. Und wenn der Drucker streikt, weil angeblich der Tinten­schwamm voll ist (siehe Foto links): Auf www.struzyna.de verrät System­administrator Sven Struzyna die Tasten­kombination, mit der man den Seiten­zähler des Druckers wieder auf Null setzt und er weiterdruckt.
  • Profis vor Ort. Wer sich nicht selbst ans kaputte Gerät wagt, dem hilft die Reparatursuch­maschine www.reparado.de, den passenden Spezialisten zu finden. Unabhängige Techniker sind häufig güns­tiger als der Herstel­lerservice. Der Verein ReUse Computer setzt sich für die Weiterverwendung von IT-Technik ein (www.reuse-computer.org). Zu den Mitgliedern zählen auch Werk­stätten, die sogar schwere Fälle lieber reparieren als verschrotten.
27

Mehr zum Thema

  • Ergeb­nisse Reparatur-Umfrage Erfahrungen von 10 000 Teilnehmern ausgewertet

    - Was einmal kaputt ist, bleibt meist auch kaputt – das zeigt eine nicht-repräsentative Umfrage der Stiftung Warentest mit mehr als 10 000 Teilnehmern. Abge­fragt hatten...

  • Blitzer-App Ist die Warnung vor Radarfallen legal?

    - Für Auto­fahrer ist die Nutzung einer Blitzer-App illegal. Bei einem Verstoß droht dem Fahrer mindestens ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro und ein Punkt in Flens­burg.

  • Power­banks im Test Saft für unterwegs

    - Wenn dem Handy unterwegs der Strom ausgeht, verheißen sie Rettung. Doch der Power­bank-Test zeigt: Nicht immer kommt so viel Energie raus, wie drauf­steht.

27 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.07.2016 um 10:25 Uhr
Ausdruck von Kommentaren

@arsenciga: Sie können Kommentare ausdrucken, indem Sie diese markieren und dann zum Beispiel in ein Word-Dokument kopieren. Das Dokument können Sie dann auf Ihrem eigenen Rechner speichern und natürlich auch ausdrucken.(PH)

arsenciga am 24.07.2016 um 17:39 Uhr
Ausdrucke von Kommentaren

Kommentar über Kommentaren!
Warum kann ich die Kommentaren nicht ausdrucken? Ich markiere sie, kann aber nicht drucken. Mache
ich irgendwas falsch, oder ist es nicht erlaubt?

jwewt am 05.10.2014 um 17:14 Uhr
Geplante Obsoleszenz

Ich finde, Stiftung Warentest sollte grundsätzlich bei JEDEM technischen Produkt diesen Punkt im Bewertungskatalog haben. Produkte sollten immer ausgelegt sein auf lange Haltbarkeit und gute Reparierbarkeit.

norbo1 am 18.11.2013 um 11:21 Uhr
Nur TEST bzw. VZ können Abhilfe schaffen

Geplante Obsoleszenz ist bereits untersucht worden: www.murks-nein-danke.de und dort den Forschungsbericht "Geplante Obsoleszenz" von Stefan Schridde und Christian Kreiß, in dem auch andere offensichtlich absichtlich eingebaute Schwachstellen bei Geräten aufgelistet werden. Viele Kommentatoren haben weitere gute Beispiele dafür eingebracht.
Der bereits gemachte Vorschlag, bei TEST eine Datenbank anzulegen, in die (ähnlich wie bei www.murks-nein-danke.de) Verbraucher, deren Geräte nach Ablauf der Garantie, aber innerhalb von drei Jahren nach Kauf, kaputt gehen, einen Eintrag machen können, sollte dringend verwirklicht werden. Ich kann eine Kaufrechnung und eine Reparaturrechnung meines Philips Fernsehers beitragen. Schon nach ein oder zwei Jahren wird sich die Streu vom Weizen trennen. Wieso mach TEST keinen entsprechenden Aufruf? Nur Mut, meine Damen und Herren.
Wo bleibt die Initiative von TEST, auf längere Garantiefristen zu drängen?

okawifi am 18.09.2013 um 00:44 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.