Die Diskussion reißt nicht ab: Verkürzen Hersteller gezielt die Lebens­zeit ihrer Wasch­maschinen, Back­öfen und Kühl­schränke, um den Absatz zu steigern? Das Umwelt­bundes­amt geht der Frage zurzeit systematisch nach. In einem ersten Schritt hat es 15 000 Haushalte zur Nutzungs­dauer ihrer Haus­halts­geräte befragt. Eine Zwischen­bilanz lässt Trends erkennen: Der Anteil von Geräten, die bereits weniger als fünf Jahre nach dem Kauf wegen eines Defekts ausgetauscht werden mussten, ist vergleichs­weise gering. Er hat sich allerdings in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt – von 3,5 Prozent 2004 auf 8,3 Prozent 2013. Der Anteil von Haus­halts­groß­geräten, die mehr als elf Jahre durch­hielten, bevor sie wegen eines Defekts ausrangiert werden mussten, ist in den vergangen zehn Jahren dagegen gesunken – von knapp 37 auf 29 Prozent. Im Schnitt nutzten die Haushalte ihr jeweiliges Wasch-, Koch- und Kühlequipment in 2013 etwa 13 Jahre lang, 2004 waren es noch 14 Jahre.

Tipp: Ausführ­lich beschäftigt sich die Stiftung Warentest mit dem Thema im Special Geplante Obsoleszenz: Gerade gekauft und schon wieder hin?, test 9/2013.

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