Genussrechte der DW-Shop GmbH Schnelltest

Angebot: Die Dritte-Welt-Shop Gesellschaft für Entwicklungsförderung mbH, kurz DW-Shop GmbH, gibt Genussrechte aus. Anleger müssen Kunden von DW-Shop sein. Sie bekommen für ihre Einlage entweder 6 Prozent Zinsen pro Jahr ausgezahlt oder 9,5 Prozent pro Jahr in Form von Waren aus dem DW-Shop. Dort gibt es zum Beispiel Badematten, Socken und Ledertaschen.

DW-Shop ist ein Projekt der Deutschen Welthungerhilfe e. V. Die Firma fördert fairen Handel mit der so genannten Dritten Welt. Sie benötigt das Geld aus den Genussrechten unter anderem zur Vorfinanzierung der Selbsthilfeprojekte, von denen sie die Waren bezieht. „Wir könnten auch einen Bankkredit aufnehmen“, sagt Peter Steimel von DW-Shop, „doch der wäre teurer.“ Die Kreditaufnahme über die Genussrechte ist auf 10 Millionen Euro begrenzt. Ein Kunde kann maximal 50 000 Euro zeichnen. Die Mindestanlage beträgt 1 000 Euro. Die Beteiligung läuft bis 2024, mindestens aber bis 2009. Danach ist sie beiderseits mit einer Frist von 6 Monaten jährlich kündbar. Es fallen einmalig 50 Euro Gebühren an.

Vorteil: Die Verzinsung ist attraktiv, vor allem für Anleger, die gern und oft bei DW-Shop kaufen. Ein Kundenkonto gibt es gratis.

Nachteil: Mit dem Kauf der Genussrechte gewähren Anleger der DW-Shop GmbH ein Darlehen. Die Zahlung der Zinsen und die Tilgung der Schuld hängen von der Zahlungsfähigkeit der DW-Shop GmbH ab. Ginge sie pleite, können die Genussrechte im schlimmsten Fall sogar wertlos werden.

Fazit: Die DW-Shop GmbH hat in den vergangenen 15 Jahren jedes Jahr mit einem Plus abgeschlossen, der Umsatz hat sich fast verfünffacht. Wenn das so weitergeht, sind die Genussrechte eine lukrative Anlage – insbesondere für Leute, die das Sortiment mögen. Es kann, muss aber nicht so erfolgreich weitergehen.

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