Gentechnisch verändertes Soja: Widersteht Mitteln zur Unkrautvernichtung

Gentechnik in Lebensmitteln Test

Sojabohnen sind wahre Zauberbohnen: Sie liefern wertvolles Eiweiß, Öl und Zusatzstoffe.

Die Asiaten kultivieren Soja seit über 5 000 Jahren. 1996 wurden in den USA zum ersten Mal großflächig gentechnisch veränderte Sojabohnen angebaut. Sie enthalten ein zusätzliches Gen, das sie gegen das Unkrautvernichtungsmittel Roundup der Firma Monsanto widerstandsfähig macht. Mittlerweile wächst Roundup Ready Soja auf unzähligen Feldern in Nord- und Südamerika und wird in die EU importiert.

Hier ist Soja drin: Soja wird als Sojaeiweiß, Sojamehl, Sojaschrot, Sojaflocken und Sojasprossen verkauft. Besonders in Bioläden genießt die Bohne Ansehen als Fleischersatz in Form von Tofu oder pflanzlichem Brotaufstrich für Vegetarier und Milcheiweiß-Allergiker. Aber Soja steckt auch in Backmischungen, Broten, Chips und Flips, Fertiggerichten, Keksen, Margarinen, Milchersatzgetränken, Salatdressings, Schlankheitsdrinks, Schokoladen, Süßigkeiten, Soßen, Speiseölen, Sportlerprodukten, Suppen.

Verstecktes Soja: Überall, wo Pflanzenöl draufsteht, kann auch Sojaöl drin sein. Aus Soja werden Zusatzstoffe wie Emulgatoren (zum Beispiel Lezithin) oder Stabili­satoren für Soßen, Suppen und Gebäck hergestellt. Auch in Fettglasuren oder Margarine kann sich Sojaöl verstecken.

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