Gentechnik im Essen

Siegel: So erkennen Sie gentechnikfreie Lebens­mittel

Inhalt
Gentechnik im Essen - Kann man ihr noch entgehen?
Bio. Ökologisch arbeitende Land­wirte dürfen keine Gentechnik einsetzen.
Gentechnik im Essen - Kann man ihr noch entgehen?
Ohne Gentechnik. Das Siegel erleichtert den bewussten Einkauf.

Einige Firmen entwerfen selbst Kriterien und Logos für gentechnikfreie Produkte. Zwei Siegel sind über­greifend:

„Ohne-Gentechnik“-Siegel. Rund 1 000 Produkte tragen das Siegel. Bei ihnen ist die Wahr­scheinlich­keit sehr gering, dass GVO enthalten sind. Weder GVO-Zutaten noch mit GVO erzeugte Zusatz­stoffe oder zufäl­lige Beimischungen sind zulässig. Eine Garantie bietet das Siegel nicht: GVO-Anteile unter 0,1 Prozent pro Zutat werden von der Über­wachung auch hier toleriert. Weniger strikt sind auch die Vorgaben für das Futter der Tiere, deren Milch etwa das „Ohne Gentechnik“-Siegel trägt: So dürfen GVO an der Produktion von Futtermittel­zusätzen beteiligt sein. Außerdem fordert das Siegel zwar gentechnikfreie Fütterung, aber nicht ausschließ­lich: Schweine etwa müssen nur die letzten vier Monate vorm Schlachten ohne GVO ernährt werden. Wichtig für Kunden: Längst nicht jedes gentechnikfreie Lebens­mittel trägt das Siegel. Manche Hersteller verzichten bewusst darauf. Sie fürchten, dass Kunden denken könnten, alle Produkte ohne das Siegel wären gentech­nisch verändert.

Biosiegel. Bioland­wirten ist die Anwendung der Gentechnik untersagt. Bienen oder Wind können GVO-Pollen aber auf Öko-Anbau­gebiete tragen. Auch in Lagerhallen kommen mitunter Vermischungen vor. Deshalb darf „Bio“ auch auf Produkten stehen, die nach­weislich versehentlich belastet wurden, solange weniger als 0,9 Prozent der Zutat gentech­nisch verändert sind.

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larara am 01.06.2017 um 23:23 Uhr
Weiter mit H.E.47's Kommentar:

Dein link klappt nicht, und ich konnte auf schnelle keine Nummern zu den Pestiziden auf dem Brasilianischen Mais finden.
Allerdings hatte ich zum GM Soy mehr Glück:
Brasilianische Bauern sparen an Pestizidkosten $ 38.51 / hectare. Und dass, nach der Einbeziehung der kosten vom Wechsel. Bauern wollen das. Sie würden es sonst nicht anbauen.
Quelle: goo.gl/RAdTcX (pdf)
Eine Studie von einem Brasilianischen Beratungsunternehmen fand auch, dass die GM pflanzen 12 Milliarden Liter Wasser und 105 Millionen Liter diesel gespart hat, was einen CO2 Ausstoß Verringerung von 270.4 Tausend Tonnen darstellt.
Quelle: goo.gl/2TzHwU (pdf)
GMOs sind nicht der Feind. Sie sind sogar unbedingt und dringend nötig um die Welt nachhaltig, gesund und sicher zu ernähren. Je früher das Deutsche Volk endlich die Augen aufmacht, je besser. Der Wissenschaftliche Konsens zu der Sicherheit von GMOs ist genau so hoch wie der Konsens dass der Klimawandel existiert.

larara am 01.06.2017 um 22:34 Uhr
Bitte mehr Licht im Dunklen!

Espey, dein Kommentar ist ein teelicht in der Dunkelheit Deutschlands. DANKE.
Und bitte, Stiftung Warentest, seid treu zu eurer Mission, an die Wahrheit der Dinge zu gelangen. Der anti-GMO Wahn muss enden, denn er ist genau so unwissenschaftlich wie der anti-impf Wahn und der Klimawechsel-ist-nich-real Wahn. Ich bitte euch. Ich fleh euch an. Wir brauchen Licht, wir brauchen eine Instanz die es allen gut erklären kann. Dass seid doch Ihr!
Lieber H.E.47, sie wurden leider nicht gut informiert. Brasiliens Genmais geht es bestens. ~90% vom Mais and Soy- ernte dort ist GM. Vor 2003, als GM noch nicht erlaubt war, wurde es von Argentinien und Paraguay herein geschmuggelt- die Bauern wollen es! Eine Staatseigene Firma hat sogar eine eigene GM-soy Sorte entworfen. Staats-eigen <-- also nicht eine große internationale Firma denen es nur um profit geht, sondern eine Landeseigne Firma die angeschlossen mit dem Brasilianischen Ministerium für Landwirtschaft ist: Die also selbst Brasilianer sind.

Espey am 25.01.2017 um 15:14 Uhr
Kritik an Gentechnik ist ohne Substanz

Es gibt keinen Zweifel, dass es sich für die Bauern lohnt Genmais anzupflanzen. Sonst würden sie es weltweit nicht zunehmend machen und den Ertrag damit steigern.
Ich habe mich auch intensiv mit allen Untersuchungen zur angeblichen Schädlichkeit von genveränderten Produkten befasst. Ich kenne keine Untersuchung, die eine Schädlichkeit für Konsumenten nachweist.
Das Problem ist aus meiner Sicht ein Lifestylethema. Das Waldsterben ist nicht eingetreten und auch das Ozonloch ist still verschwundenk, die Klimakatastrophe pausiert..... Hoffentlich verschwindet bald auch dieses merkwürdige Hobbythema von Menschen, die auf der Suche nach einer positiven Identität /Religion sind.
Ich akzeptiere natürlich, dass die Stiftung Warentest einfach auf die Wünsche der Verbraucher eingeht, auch wenn diese irregeführt sind. Wir sollten unsere Rationalität in Deutschland schnell zurückgewinnen, sonst wird es eng für uns.

H.E.47 am 28.02.2014 um 13:33 Uhr
Genmais -> Resistenz -> mehr Pestizide!

In Brasilien wird Genmais 1507 schon länger angepflanzt. Doch statt mehr Ertrag und weniger Pestizideinsatz wurden die Schädlinge resistent. Jetzt werden noch mehr Pestizide bei weniger Ertrag benötigt.
Einziger Gewinner sind die Unternehmen, die doppelt verdienen. Erst mit Saatgut, dann mit Spritzmitteln.
http://br.de/s/13IA4d8