Siegel: So erkennen Sie gentechnikfreie Lebens­mittel

Gentechnik im Essen Special

Bio. Ökologisch arbeitende Land­wirte dürfen keine Gentechnik einsetzen.

Gentechnik im Essen Special

Ohne Gentechnik. Das Siegel erleichtert den bewussten Einkauf.

Einige Firmen entwerfen selbst Kriterien und Logos für gentechnikfreie Produkte. Zwei Siegel sind über­greifend:

„Ohne-Gentechnik“-Siegel. Rund 1 000 Produkte tragen das Siegel. Bei ihnen ist die Wahr­scheinlich­keit sehr gering, dass GVO enthalten sind. Weder GVO-Zutaten noch mit GVO erzeugte Zusatz­stoffe oder zufäl­lige Beimischungen sind zulässig. Eine Garantie bietet das Siegel nicht: GVO-Anteile unter 0,1 Prozent pro Zutat werden von der Über­wachung auch hier toleriert. Weniger strikt sind auch die Vorgaben für das Futter der Tiere, deren Milch etwa das „Ohne Gentechnik“-Siegel trägt: So dürfen GVO an der Produktion von Futtermittel­zusätzen beteiligt sein. Außerdem fordert das Siegel zwar gentechnikfreie Fütterung, aber nicht ausschließ­lich: Schweine etwa müssen nur die letzten vier Monate vorm Schlachten ohne GVO ernährt werden. Wichtig für Kunden: Längst nicht jedes gentechnikfreie Lebens­mittel trägt das Siegel. Manche Hersteller verzichten bewusst darauf. Sie fürchten, dass Kunden denken könnten, alle Produkte ohne das Siegel wären gentech­nisch verändert.

Biosiegel. Bioland­wirten ist die Anwendung der Gentechnik untersagt. Bienen oder Wind können GVO-Pollen aber auf Öko-Anbau­gebiete tragen. Auch in Lagerhallen kommen mitunter Vermischungen vor. Deshalb darf „Bio“ auch auf Produkten stehen, die nach­weislich versehentlich belastet wurden, solange weniger als 0,9 Prozent der Zutat gentech­nisch verändert sind.

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