Check­liste: Als Genosse handeln

Mitglied einer Genossenschaft werden Sie, indem Sie den Beitritt erklären und Geschäfts­anteile zeichnen. Besorgen Sie sich vorab Unterlagen. Nehmen Sie Ihre Rechte wahr.

  • Prüfungs­verband. Gehört die Genossenschaft einem genossenschaftlichen Prüfungs­verband an? Er prüft Jahres­abschluss und „ordnungs­mäßige Geschäfts­führung“. Als Mitglied dürfen Sie seinen Prüfungs­bericht einsehen.
  • Satzung. Lesen Sie die Satzung. Auf ihr basiert die Genossenschaft.
  • Nach­schuss­pflicht. Sehen Sie nach, ob die Satzung ausschließt, dass Sie im Insolvenzfall weiteres Kapital einzahlen müssen. Genossenschaftliche Banken sind dem Sicherungs­fonds der Deutschen Genossen­schafts­banken ange­schlossen. Ihre Mitglieder wurden noch nie in Anspruch genommen. Bei Wohnungs­bau- oder Energiegenossenschaften ist die Gefahr größer.
  • Stimm­recht. Ein Mitglied hat meist eine Stimme. Nutzen Sie sie.
  • Kündigungs­frist. Beachten Sie, dass die Frist Jahre betragen kann.
  • Mitglieder­liste. Sie dürfen die Liste als Mitglied einsehen.
  • General­versamm­lung. Gehen Sie zur General­versamm­lung, stellen Sie Fragen und gegebenenfalls Anträge. Beteiligen Sie sich an der Wahl der Vertreter, wenn nur diese teilnehmen dürfen. Bestätigt der Bericht zur gesetzlichen Prüfung nicht die Ordnungs­mäßig­keit der Geschäfts­führung, stimmen Sie gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichts­rat.
  • Jahres­abschluss. Wird der Abschluss später als zwölf Monate nach Geschäfts­jahres­ende veröffent­licht? Kein gutes Zeichen.

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