Der Genossen­schafts­pionier Hermann Schulze-Delitzsch ziert die Fassade eines Wohn­hauses in seiner Geburts­stadt Delitzsch in Sachsen.

Eine bezahl­bare Wohnung bekommen, was fürs Klima tun – das sind zwei Ziele, die Menschen heute dazu bewegen, einer Genossenschaft beizutreten. Mitglieder zeichnen Anteile und beteiligen sich damit an einem Unternehmen. Die meisten Angebote sind seriös. Doch immer wieder nutzen Abzo­cker das gute Image. Sie locken Interes­sierte mit hohen Rendite­versprechen in ihre dubiosen Angebote. Die Stiftung Warentest sagt, wie Sie unseriösen Angeboten auf die Spur kommen.

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SpecialGenossenschaften18.03.2019
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Die Genossen­schafts-Idee ist heute so modern wie vor 100 Jahren

Die Idee, zusammen etwas zu erreichen, was einzelne nicht schaffen, ist heute so modern wie im 19. Jahr­hundert, als Vordenker wie Friedrich Wilhelm Raiff­eisen und Hermann Schulze-Delitzsch den Grund­stein für diese Unter­nehmens­form legten. Sie zeigten damit etwa Land­wirten und Arbeitern einen Weg, um durch gemein­sames Wirt­schaften der Armut entkommen zu können. Das gute Image rührt unter anderem daher, dass Genossenschaften seltener als andere Unter­nehmens­formen insolvent werden. Die etwa 900 Volks- und Raiff­eisen­banken stützen sich sogar im Krisenfall gegen­seitig.

Das bietet unser Genossen­schafts-Special

Hintergrund. Eine Genossenschaft ist ein Unternehmen. Wenn Sie Genossen­schafts­anteile zeichnen, werden Sie Mitunternehmer. Wir erklären, warum es wichtig ist, vor dem Beitritt einen Blick in die Satzung zu werfen, welche Rechte und Pflichten Sie als Mitglied haben und worauf Sie sich einstellen müssen, wenn Sie wieder ausscheiden. Wir sagen, wie unseriöse Anbieter Interes­senten anlo­cken und warum sie es schaffen, Lücken bei der Kontrolle von Genossenschaften auszunutzen.

Porträts. Anhand von vier Beispielen lernen Sie das breite Spektrum kennen, in dem Genossenschaften tätig sind. Wir stellen vor: Eine Genossen­schafts­bank, eine Wohnungs­baugenossenschaft mit Spar­einrichtung, eine Einkaufs­genossenschaft und eine Energiegenossenschaft.

Check­liste. Wie merke ich, ob eine Genossenschaft unseriös ist? Wir nennen sieben Kriterien, die auf ein unseriöses Angebot hindeuten können.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Artikel aus Finanztest 4/2019.

Vom Förderzweck über­zeugt sein

Wer einer Genossenschaft beitritt, beteiligt sich an einem Unternehmen, das seine Mitglieder beispiels­weise wirt­schaftlich oder sozial fördern muss. So schreibt es das Genossen­schafts­gesetz vor. Ein Interes­sent sollte von dem Zweck über­zeugt sein. Für ein kurz­fristiges Engagement sind Genossenschaften außerdem nicht gedacht. Sie schütten Dividenden an ihre Mitglieder aus, wenn sie Über­schüsse erzielen. Einige wenige haben eine Spar­einrichtung. Sie nehmen Spar­einlagen der Mitglieder an und verzinsen sie.

Schwarze Schafe werben mit hohen Renditen

Als reine Kapital­anlagen eignen sich Genossen­schafts­anteile nicht. Einige schwarze Schafe werben aber mit hohen Renditen. Sie miss­brauchen die gute Idee, gemein­sam mit anderen wirt­schaftliche, soziale oder kulturelle Projekte zum Vorteil der Mitglieder zu fördern. Manche locken mit dubiosen Mitteln, andere fördern vor allem ihre Führungs­riege auf Kosten der Mitglieder.

Mehrere Genossenschaften stehen auf unserer Warn­liste

Lücken im Genossen­schafts­gesetz machen das möglich. Kontrolleure und Aufsicht tauschen nicht alle Informationen aus. Das Land Brandenburg hat daher Ende 2018 einen Gesetzes­entwurf einge­bracht, der den Informations­austausch zwischen Prüfungs­verbänden, die Genossenschaften kontrollieren, und der staatlichen Aufsicht verbessern soll. Mehrere Genossenschaften stehen auf der Warnliste Geldanlage der Stiftung Warentest. Aufgefallen sind uns zudem zwei Prüfungs­verbände, die mehrere auf der Warn­liste stehende Genossenschaften geprüft haben.

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